(ass) Für Bayerns Familienministerin Kerstin Schreyer war es eine Premiere in Amberg, passend dazu gab sie den Startschuss für die Gründung des Zentrums für Medienkompetenz. "Müssen wir denn das jetzt auch noch machen?", fragte OB Michael Cerny und gab gleich die Antwort: "Ja, natürlich, ich finde das sehr wichtig." Und lobte Bürgermeisterin Brigitte Netta, die als Fachfrau den Gründungsprozess begleiten wird. "Manche sage, sie steckt hinter der ganzen Sache", scherzte Cerny.
Kinder sind oft weiter
Man dürfe die Augen nicht vor der Realität verschließen, sagte Familienministerin Kerstin Schreyer. Denn auch bei noch kleinen Kindern stelle sich nicht die Frage ob, sondern wie sie an die Medien herangeführt werden. "Wir müssen die Lebenswirklichkeit der Kinder erkennen", so Schreyer, die feststellte, die klassische Kindergartenfrage "Bauklotz oder Buch" müsse einfach um die neuen Medien erweitert werden.
"Manche Kinder können nicht mehr blättern, sondern nur noch wischen", bescheinigte Schreyer dem neuen Zentrum für Medienkompetenz die unbedingte Existenzberechtigung. Wichtig sei es aber auch, die Eltern mitzunehmen und die aktuelle Forschung einzubeziehen. Und es müsse auch das Element Jugendhilfe bei problematischen Kindern mit herangezogen werden. Den technischen Bereich soll übrigens künftig eine enge Kooperation mit der Technischen Hochschule - hier vor allem dem Bereich Medientechnik - abgedeckt werden.
Den pädagogischen Sektor des neuen Zentrums soll das Institut für Frühpädagogik abdecken, das so nach und nach in Richtung Amberg umgesiedelt werden soll. Dem Vernehmen nach existiert dafür inzwischen ein strikter interner Zeitplan. Einziehen wird das Zentrum für Medienkompetenz in Räumen in der Regierungsstraße. Die Mitarbeiter wollten auf der einen Seite sehr zentral arbeiten, wollten aber auch einen relativ engen räumlichen Kontakt zur Hochschule haben.
Strahlender OB
"Es ist alles nicht so einfach, aber wir kriegen das hin", machte die Ministerin auch den Mitarbeitern des Instituts für Frühpädagogik mit ihrer Leiterin Professor Fabienne Becker-Stoll Mut für das Kommende. Einer aber strahlte am Mittwoch über das ganze Gesicht: OB Michael Cerny. Aber der denkt auch schon wieder viel weiter in die Zukunft der Stadt.















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