15.07.2020 - 17:28 Uhr
AmbergOberpfalz

AOVE richtet sich neu aus: Resilienz als Zukunftsthema

Lange Zeit war Nachhaltigkeit eines der wichtigsten Schlagworte der Regionalentwicklung. Jetzt kommt ein neuer Begriff hinzu: Resilienz. Die AOVE klärt gerade, was das für ihre Mitgliedgemeinden bedeutet.

Die Teilnehmer der Steuerungsgruppe machen sich Gedanken zur zukünftigen Ausrichtung der Integrierten Ländlichen Entwicklung AOVE.
von Externer BeitragProfil

Die Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE) arbeitet momentan an ihrem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK), also an den konzeptionellen Grundlagen für die Regionalentwicklung in den kommenden Jahren. Dabei wird sie fachlich von einer Steuerungsgruppe begleitet.

Rat von Fachleuten

Bei einer Tagung im Hirschauer Josefshaus waren sich Bürgermeister und Fachleute aus den Bereichen Siedlungsentwicklung, Soziales und Integration, Wirtschaft, Ökologie und Energie laut einer Pressemitteilung einig, dass der Weg, den die AOVE im vergangenen Jahr eingeschlagen hat, der richtige ist: die Ausrichtung der Regionalentwicklung auf Resilienz. Damit ist gemeint, die Krisenanfälligkeit zu verkleinern und die Widerstandskraft der Allianz zu stärken. Seit der Corona-Pandemie ist Resilienz ein Schlagwort, das in aller Munde ist. Die Krise zeigt unter anderem auf, wie anfällig die medizinische Versorgung ist und wie wichtig es ist, die Lebensmittelversorgung in der Region zu sichern sowie die Wertschöpfungsketten der Wirtschaft wieder verstärkt regional zu organisieren. Die AOVE hat sich, um resilienter zu werden, ein ehrgeiziges Programm vorgenommen: Umweltschutz, Stärkung der Biodiversität, Flächensparen, Beitragen zur Ökologisierung der Landwirtschaft und Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in Feld und Flur stehen ebenso auf der Agenda wie der Aufbau erreichbarer und gerechter Strukturen der Alltagsversorgung.

Dabei setzt die AOVE laut Presse-Info auch auf Bürgerbeteiligung und Digitalisierung. Die Teilnehmer der Steuerungsgruppe diskutierten intensiv diese neue Ausrichtung der AOVE. Auch wurden viele konkrete Maßnahmen entwickelt, die diese allgemeinen Ziele umsetzen: Bio in der Gemeinschaftsverpflegung, Analysen und Maßnahmen zur Wasserrückhaltefähigkeit der Landschaft, ökologisches Beschaffungswesen, Bauen mit Holz, Angebote für Jugendliche, Senioren-Treffs, Car-Sharing, Patenschaften zur Pflege von Obstbäumen, ökologische Heckenpflegeprogramme, Strategien zur Nutzung von Solarstrom nach Beendigung der Einspeisevergütung und die Nutzung von digitalen Netzen. Neben den Ergebnissen aus der Steuerungsgruppe werden auch die Rückmeldungen der Fragebogen-Aktion, zu der die AOVE aufgerufen hatte, für die Ausrichtung berücksichtigt.

Chancen für ländlichen Raum

"Wir freuen uns, dass wir mit der Erarbeitung eines ILEKs unter Resilienz-Gesichtspunkten auf die drängenden Herausforderungen unserer Zeit eingehen können und eine Vorreiterrolle spielen. In der Krise haben wir gesehen, wie attraktiv der ländliche Raum ist. Dies wollen wir ausbauen", wird der Sprecher der AOVE, der Hahnbacher Bürgermeister Bernhard Lindner zitiert. Das ILEK wird im Sommer fertiggestellt und im Herbst verabschiedet. Die Erstellung des ILEKs wird gefördert über das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz.

Nachbarschaftshilfe im Landkreis Amberg-Sulzbach

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