16.04.2021 - 14:41 Uhr
AmbergOberpfalz

Nach Astrazeneca-Erstimpfung: Unter 60-Jährige haben die Wahl

Eine Erstimpfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff - und nun? Das BRK klärt auf, was das für die knapp 14 000 Betroffenen in der Region bedeutet. Unter 60-Jährige werden dabei eine Wahl haben.

Unter 60-Jährige, die bereits mit Astrazeneca geimpft worden sind, können sich jetzt entscheiden, ob sie sich auch die zweite Dosis des Vakzins verabreichen lassen wollen oder lieber einen Biontech- oder Moderna-Impfstoff.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Da es beim Impfen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca immer wieder zu Thrombose-Fällen kam, empfiehlt die Ständige Impfkomission (Stiko) unter 60-Jährigen, sich lieber Biontech- oder Moderna-Impfstoffe verabreichen zu lassen. Doch was ist mit jenen, die bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca hinter sich haben? BRK-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller berichtet, dass 13 860 Menschen in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach davon betroffen sind.

Für alle 60-Jährigen und ältere gilt: Sie bekommen als zweite Dosis erneut das Vakzin des schwedisch-britischen Pharmakonzerns gespritzt. Alle, die jünger als 60 Jahre sind, werden die Wahl haben: Entweder Astrazeneca oder einen sogenannten mRna-Impfstoff (also Biontech oder Moderna). Die Betroffenen können das dabei nach einer Beratung vor Ort im Impfzentrum entscheiden. „Nach individueller Aufklärung und Risikobeurteilung durch einen Arzt ist auch eine Zweitimpfung mit dem Präparat von Astrazeneca zulässig. Wir werden ausreichend Impfstoff vorrätig halten, um dieses Wahlrecht für Zweitimpfungen zu ermöglichen“, heißt es dazu auf der Facebook-Seite des BRK-Impfzentrums Amberg. Die Zweitimpfung soll dabei zwölf Wochen nach der Erstimpfung erfolgen. Sind allerdings schon Termine für die Zweitimpfung vereinbart, bleiben sie bestehen – auch wenn die Abstände dabei kürzer sind. Die Empfehlung für einen zwölfwöchigen Abstand begründet sich nicht in einer besseren Wirksamkeit des Impfstoffes, sondern dadurch, dass auf diese Weise schneller mehr Erstimpfungen durchgeführt werden können“, wird im Facebook-Post erklärt.

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Hintergrund:

So läuft's jetzt ab

  • Zweitimpfungstermine für alle Personen ab 60 Jahren, die mit AstraZeneca erstgeimpft wurden, bleiben bestehen
  • Personen, die am 17. und 18. April eine Zweitimpfung mit AstraZeneca erhalten würden und unter 60 Jahre alt sind, werden vom Impfzentrum in den nächsten Tagen telefonisch kontaktiert: Sie können zwischen einer Zweitimpfung mit AstraZeneca am ursprünglichen Termin oder einer Zweitimpfung mit Biontech oder Moderna am 8. oder 9. Mai wählen. Die Verschiebung bei einem Impfstoffwechsel ist aus organisatorischen Gründen notwendig, da an diesem Wochenende ausschließlich Astrazeneca-Impfstoff vorrätig ist
  • Personen, die nach dem 18. April eine Zweitimpfung mit Astrazeneca erhalten würden und unter 60 Jahre alt sind, werden nicht kontaktiert. Die ursprünglichen Zweitimpfungstermine bleiben bestehen und werden nicht verschoben. Vor Ort werden die Impfwilligen wählen können, ob die Zweitimpfung wie ursprünglich geplant mit dem Impfstoff von Astrazeneca durchgeführt werden soll oder ob ein Wechsel auf den Impfstoff von Biontech oder Moderna erfolgt
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