Der Umzug ist für nächstes Jahr im Sommer geplant. Diese Woche waren zunächst die Abrissbagger am Werk. Sie entfernten einen Anbau, der um die Jahrhundertwende dort entstanden war, um Dienstboten und Werkstatt des Plakatinstituts Gleich zu beherbergen. Der Keller im Haupthaus stammt noch aus dem Mittelalter. Darüber wurde gebaut, zerstört und wieder gebaut. Der aktuelle Dachstuhl ist auf das 18. Jahrhundert datiert. Ein interessantes Detail konnte mit dem Abbruch des Anbaus freigelegt werden: Selbst eine nicht sichtbare Ecke des Gebäudes wies eine Eck-Quaderung auf, ähnlich wie im Rosengarten. "Normalerweise hat man diese nicht gestaltet. Das Haus muss eine wirtschaftlich tolle Zeit erlebt haben." Das Besondere an dem Altstadtgebäude sei zudem, dass es "von drei Achsen einsehbar" ist – und nicht in einer Straßenzeile liegt. "Man geht immer irgendwie darauf zu. Das ist superschön", begeisterte sich Zunner. Dort, wo jetzt abgebrochen wurde, wird wieder ein Anbau entstehen. Diesmal schmal und modern. "Das Pfarrhaus wird damit barrierefrei", erklärte der Architekt. Das fertige Gebäude wird eine Fläche von unter 400 Quadratmeter haben und unter anderem Büroräume und Pfarrerwohnung beherbergen. "Das entspricht exakt den Vorgaben für Neubauten in der Diözese. Das war ein Kunststück", berichtete Pfarrer Thomas Helm.
Das aktuell noch als Pfarrhaus genutzte Gebäude wird verkauft. Nach mehr als 350 Jahren zieht der Pfarrer von St. Martin aus dem Anwesen Rathausstraße 8 aus."Es gibt dafür ein paar Interessenten", sagte Helm. Zu Details wollte er sich nicht äußern. Die Summe, die beim Verkauf der Immobilie erlöst wird, soll für das neue Domizil genutzt werden.















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