Amberg
22.04.2022 - 13:12 Uhr

Aufklärung und Tipps: Amberger Polizei kontrolliert 60 Fahrradfahrer

Reflektierende Kleidung, korrekte Beleuchtung, sicherer Umgang mit E-Bikes: Weil Radfahrer zu den "schwächeren" Verkehrsteilnehmern gehören, hat sie die Amberger Polizei gezielt kontrolliert – und etliche Verstöße geahndet.

Helm auf, Rad verkehrssicher: So wie diese beiden E-Biker gehört es sich. Bei einer Schwerpunktkontrolle für Fahrradfahrer haben Amberger Polizisten jedoch auch "schwarze Schafe" belehrt. Bild: Polizei Amberg/exb
Helm auf, Rad verkehrssicher: So wie diese beiden E-Biker gehört es sich. Bei einer Schwerpunktkontrolle für Fahrradfahrer haben Amberger Polizisten jedoch auch "schwarze Schafe" belehrt.

Die Amberger Polizei hat am Donnerstag, 21. April, verstärkt Radfahrer unter die Lupe genommen. Hintergrund der Schwerpunkt-Kontrolle sei das Verkehrssicherheitsprogramm 2030 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ gewesen, informieren die Beamten im Pressebericht. Es gehe darum, "besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer" wie Radfahrer noch besser zu schützen. Zwischen 8 Uhr und 13 Uhr seien deshalb im gesamten Amberger Stadtgebiet sieben Polizisten abgestellt worden, um speziell mit Radfahrern ins Gespräch zu kommen.

"Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf den präventiven Maßnahmen wie der Förderung der besseren Erkennbarkeit, zum Beispiel durch auffällige, reflektierende Kleidung", steht im Bericht. Zudem sei die Radbeleuchtung kontrolliert, Aufklärung für den sicheren Umgang mit Pedelecs betrieben sowie eine Sensibilisierung zu den Gefahren des Radfahrers im Straßenverkehr unternommen worden.

Insgesamt wurden 60 Radfahrer kontrolliert. Viele davon seien "vorbildliche Fahrzeugführer" gewesen. Jedoch wurden bei 24 Zweiradfahrern auch Verstöße festgestellt:

  • Ein Radfahrer überfuhr die Ampel bei Rot.
  • Ein Radfahrer wurde mit über 0,3 Promille gestoppt. Weil keine Fahrfehler oder Ausfallerscheinungen festgestellt wurden, blieb es bei einem präventiven Gespräch.
  • Mehrere Radfahrer haben gegen die Verkehrsordnung verstoßen durch Befahren des Gehwegs, Missachtung des Rechtsfahrgebots oder weil sie den vorhandenen Radweg nicht benutzt hatten.
  • Zudem wurden bei etlichen Bikern defekte oder fehlende Ausrüstungsgegenstände bemängelt. Dabei ging es vor allem um die Beleuchtung.

Laut Polizei seien die Maßnahmen bei der allgemeinen Bevölkerung, aber auch bei den Kontrollierten, auf "positive Resonanz" gestoßen. Sie sollen "zur Förderung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer in regelmäßigen Abständen wiederholt" werden. Und weil es in Deutschland für Radfahrer keine Helmpflicht gibt, haben die Beamten noch etwas vermerkt: "Zur Freude der Amberger Polizisten wurde von über der Hälfte der kontrollierten Radfahrer ein Schutzhelm getragen."

 
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