12.12.2019 - 13:08 Uhr
AmbergOberpfalz

„Aufstehen und kämpfen!“ Mahnende Worte der Ex-SPD-Stadträtin

Bei der Weihnachtsfeier des SPD-Stadtverbandes stehen auch Ehrungen auf der Tagesordnung. Die ehemalige Stadträtin Ingrid Lay ist seit 60 Jahren Mitglied und wird ausgezeichnet. Zur Lage und Rolle der Partei findet sie deutliche Worte.

Ehrungen standen bei der SPD auf der Tagesordnung (von links): Stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender Dieter Weiß, Bernhard Exner (30 Jahre Mitglied), Herbert Steiner (50 Jahre), Stadtverbandsvorsitzender Martin Seibert, Ingrid Lay (60 Jahre), Heinz Netta (50 Jahre), Theresia Vahle-Röck (25 Jahre), Hans Zimmermann (50 Jahre) und Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth.
von Externer BeitragProfil

Stadtverbandsvorsitzender Martin Seibert erinnerte zunächst an Marie Juchacz, die am 19. Februar 1919, also vor über 100 Jahren, als erste Frau eine Rede in der Weimarer Nationalversammlung hielt. Ihr Worte seien auf Gelächter gestoßen, denn sie habe die Versammlung so begrüßt: "Meine Herren und Damen ... ." Sie sei eine Vorkämpferin für die Rechte der Frauen gewesen. Ein Kampf, der sich laut Seibert bis in die 1970er-Jahre zog. Der Vorsitzende spannte den Bogen zur Aufstellung der Stadtratsliste für die Kommunalwahl 2020: "100 Jahre nach der ersten Rede einer Frau in einem deutschen Parlament war es uns sehr wichtig, eine durchgängig quotierte Liste aufzustellen." So treten jeweils 20 Männer und Frauen an. Siebert berichtete davon, dass der Stadtverband beim jüngsten Oberpfälzer Bezirksparteitag als Ortsverein "mit der größten Zahl an Neumitgliedern in den vergangen zwei Jahren" geehrt wurde. Einige der 33 Neumitglieder erhielten bei der Weihnachtsfeier ihre Parteibücher.

Für 25 Jahre in der Partei wurden Sabine Schmidt-Wessel und Theresia Vahle-Röck geehrt. Seit 30 Jahren ist Bernhard Exner dabei. Auf 50 Jahre bringen es Herbert Steiner, Heinz Netta und Hans Zimmermann. Die ehemalige Stadträtin Ingrid Lay erhielt die Urkunde für 60 Jahre Zugehörigkeit zur SPD. Wörtlich sagte die Geehrte: "Wo bleibt unser Stolz? Wir müssen uns nicht kleinmachen." Mit diesen Worten wandte sich Lay an die Mitglieder. Die SPD habe viel für Stadt, Land und Bund getan. Darauf könne die Partei stolz sein. Jetzt heiße es: "Aufstehen und kämpfen."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.