18.02.2021 - 18:49 Uhr
AmbergOberpfalz

Ausgangssperre in Amberg ab 20. Februar aufgehoben

Weil vergangene Woche die 7-Tage-Inzidenz in Amberg einmal knapp über der Marke von 100 lag, galt die nächtliche Ausgangssperre weiter. Doch am Samstag wird sie aufgehoben. Die aktuell guten Inzidenzwerte haben noch weitere Folgen.

Seit Montag galt in Amberg zwar nicht mehr die ursprüngliche Ausgangssperre ab 21 Uhr, aber eine modifizierte Variante von 22 bis 5 Uhr. Da jetzt die 7-Tage-Inzidenz dauerhaft unter dem Wert von 100 liegt, hat sich diese Regelung ab Samstag erst einmal erledigt.
von Markus Müller Kontakt Profil

Wie die Pressestelle der Stadt Amberg am Donnerstagabend mitteilte, unterschreitet der Inzidenzwert im Stadtgebiet den Wert von 100 Infizierten pro 100.000 Einwohner inzwischen seit sieben Tagen (am Donnerstag lag er, genau wie im Landkreis Amberg-Sulzbach, bei 64). Das bedeutet konkret: „Damit kann die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben werden, Präsenzunterricht für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 und Abschlussklassen an Schulen ist möglich, Tagesbetreuung für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige und berufliche Aus- und Fortbildung dürfen angeboten werden sowie Fahrschulen dürfen öffnen.“

Mit der Unterschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 100 entfällt ab Samstag, 20. Februar, 0 Uhr, die nächtliche Ausgangssperre. Allerdings hält die Pressestelle auch fest: „Sobald die 7-Tage-Inzidenz von 100 Infizierten pro 100.000 Einwohner in der Stadt Amberg erneut überschritten wird, tritt die nächtliche Ausgangssperre, nach Bekanntgabe im Amtsblatt der Stadt Amberg, wieder in Kraft.“

Ausgangsbeschränkung bleibt aber in Kraft

Und, ebenfalls wichtig: Die allgemeine Ausgangsbeschränkung (also dass das Verlassen der Wohnung nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt ist) bleibt von der Aufhebung der Ausgangssperre unberührt.

Für folgende Schulen bzw. Jahrgangsstufen oder Schulklassen findet laut Pressestelle ab Montag, 22. Februar, Präsenzunterricht unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern in den Unterrichtsräumen statt: Jahrgangsstufen 1 bis 4 der Grundschulen und der Förderzentren einschließlich der Schulvorbereitenden Einrichtungen sowie an weiteren Jahrgangsstufen der Förderzentren mit verschiedenen Förderschwerpunkten und weiterem Förderbedarf, an den Schulen für Kranke in Abstimmung mit den Kliniken und in den Abschlussklassen der übrigen Schulen. „Kann die Einhaltung des Mindestabstands nicht durchgehend und zuverlässig gewährleistet werden, wird in den Wechselunterricht übergegangen.“

Kitas dürfen wieder öffnen

Ab Montag ist zudem der Betrieb von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen unter den Voraussetzungen zulässig, dass die jeweiligen Träger ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines ihnen von den Staatsministerien für Familie, Arbeit und Soziales und für Gesundheit und Pflege zur Verfügung gestellten Rahmenhygieneplans ausgearbeitet haben. Dabei sind einrichtungsspezifische Anforderungen und die Umstände vor Ort zu berücksichtigen. Die Betreuung muss in festen Gruppen erfolgen.

Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Fahrschulen dürfen ebenfalls ab dem 22. Februar in Präsenzform stattfinden, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann. Ausgenommen davon sind allerdings die Erwachsenenbildung, vergleichbare Angebote sowie sonstige außerschulische Bildungsangebote, zum Beispiel Musikschulen.

Regelung abhängig von Inzidenzwert

Sobald die 7-Tage-Inzidenz von 100 Infizierten pro 100.000 Einwohner in der Stadt Amberg erneut überschritten wird, wird dies im Amtsblatt der Stadt Amberg bekanntgegeben. Dies hat dann laut Pressestelle zur Folge, dass Schulen in den Distanzunterricht wechseln müssen. „Ausgenommen sind Abiturienten (Abschlussprüfungen in 2021) sowie Schüler beruflicher Schulen, bei denen zeitnah Abschlussprüfungen stattfinden. Tagesbetreuungsangebote für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige müssen schließen. Angebote für berufliche Aus- und Fortbildung, außerschulische Bildung, Musikschulen, Fahrschulen sind dann in Präsenzform nicht mehr zulässig.“

So wurde die Aufrechterhaltung der Ausgangssperre in Amberg begründet

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