26.07.2021 - 15:23 Uhr
AmbergOberpfalz

Ausgezeichnete Architektur: Ausstellung in der Spitalkirche Amberg

In der Spitalkirche wurde jetzt eine Ausstellung zu Bauprojekten eröffnet, die heuer den Regionalpreis Niederbayern-Oberpfalz „regiNO“ für bemerkenswerte zeitgenössische Architektur und guten Städtebau bekommen haben.

Preisgekrönte Architektur ist momentan Thema einer Ausstellung in der Spitalkirche in Amberg.
von Adele SchützProfil

Das große Interesse bei der Vernissage zeigte, welche große Rolle Baukunst für das öffentliche und private Leben spielt: Bauprojekte, die mit dem Regionalpreis Niederbayer-Oberpfalz "regiNO" prämiert wurden, sind derzeit in einer Ausstellung in der Spitalkirche zu sehen. Roland Wochnick und Alfred Lanzinger, Amberger Architekten, die dem Bund deutscher Architekten (BDA) angehören, haben diese nach Amberg geholt. Die Ausstellung ist bis 6. August jeweils von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet Informationen zur Ausstellung gibt es im Internet .

Mit allen anderen Rednern teilte Architekt Roland Wochnick die Freude darüber, dass nach der langen Corona-Ausnahmesituation die Ausstellung in ihrer sechsten Auflage in Präsenz stattfinden kann. Er berichtete, dass eine internationale Regionalpreis-Jury im Februar unter 55 zugelassenen Teilnehmern vier Auszeichnungen, acht Anerkennungen und vier lobende Erwähnungen vergeben hat. Der Architekturpreis werde alle drei Jahre an Architekten und Bauherren gemeinsam verliehen.

Auch Klimawandel ein Thema

Oberbürgermeister Michael Cerny betonte, dass Architektur stets eng verbunden sei mit Baukultur und dass sich qualitätsvolle Architektur am Schönen und Funktionalem messe – eine hohe Anforderung an den Architekten. „Das Bauen hat sich in der pandemischen Lage als Konjunkturmotor erwiesen. Der Bauboom der Vorjahre setzte sich zu Coronazeiten ungeschmälert fort, wozu insbesondere der Wohnungsbau und die öffentlichen Baumaßnahmen beitrugen“, sagte der Regierungspräsident der Oberpfalz, Axel Bartelt. "Gesamtwirtschaftlich gesehen, ist es gut, wenn viel gebaut wird. Fast wichtiger ist es aber, dass nachhaltig, qualitätsvoll ressourcen- und flächenschonend gebaut wird.“ In Zukunft gehe es auch darum, Siedlungen und Infrastruktur widerstandsfähig zu machen gegen die Auswirkungen des Klimawandels.

Zum Regionalpreis wurden laut Bartelt heuer 55 Beiträge eingereicht, davon 37 aus der Oberpfalz. Neben staatlichen, kirchlichen und privaten Projekten seien auch zu einem Drittel kommunale Baumaßnahmen vertreten, die die Regierung fördere. In vielen Fällen gehe es um Gebäudesanierungen, Erweiterungen, Umbauten oder städtebauliche Nachverdichtungen, die also nicht mit zusätzlichem Flächenverbrauch verbunden waren, sondern mit dem Erhalt des Baubestands.

"Keine Spielweise für Architekten"

Jakob Oberpriller, BDA-Vorsitzender des Kreisverbands Niederbayern-Oberpfalz, betonte: „Baukultur ist kein Privileg für Reiche und keine Spielwiese für Architekten, sondern sie prägt unsere Umwelt und damit auch uns und unsere Kinder.“ Baukultur begegne uns auf Schritt und Tritt. „Eine qualitätvolle Umwelt kann uns und unser Wohlergehen und unsere Gesundheit positiv beeinflussen und uns Lebensfreude schenken – oder umgekehrt.“ Die Verantwortung für unsere Umwelt trügen nicht nur die Architekten, sondern auch die Bauherren – private, aber auch öffentliche, die einer gewissen Haushaltsdisziplin und der Nachhaltigkeit verpflichtet seien.

Ein Blick zurück: Ausstellung der Preisträger von 2018

Amberg
Bestens besucht war die Eröffnung der Ausstellung.
Regierungspräsident Axel Bartelt, Oberbürgermeister Michael Cerny, BDA-Architekt Amberg Alfred Lanzinger und der Vorsitzende des BDA-Verbands Niederbayern/Oberpfalz, Jakob Oberpriller (von links), bei der Eröffnung der Ausstellung ausgezeichneter Architektur.

 

 

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