05.10.2018 - 11:37 Uhr
AmbergOberpfalz

Mit Bannern und Pfeifen gegen die AfD

Es soll ein politisches Statement sein: gegen eine menschenverachtende Politik, gegen rechte Hetze. Wenn sich am Freitag, 12. Oktober, die AfD im ACC trifft, erheben Amberger ihre Stimmen und gehen auf die Straße.

Tanja Dandorfer und Hans Lauterbach gehen auf die Straße: Sie gehören zum Organisationsteam der Demo. Der Zug führt am Freitag, 12. Oktober, von der Fußgängerzone zum ACC, wo sich die AfD mit Alice Weidel trifft. Dort ist eine Kundgebung geplant.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Das Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte, Bürger, Künstler, Parteien, Verbände, Gewerkschaften, Evangelisches Bildungswerk - sie alle bündeln seit Wochen ihre Kräfte, mobilisieren und organisieren eine Demonstration, die von der Innenstadt zum Kongresszentrum führen soll. Dort sind eine Kundgebung und musikalische Darbietungen geplant. "Wir zeigen, dass Amberg Stirn bieten kann. Wir wollen auf wunderbar kreative Weise einstehen für Toleranz und gegen eine menschenverachtende Politik der rechten Hetze", sagt Tanja Dandorfer vom Organisations-Team. Sie wird auf dem Podium vor dem ACC Stellung beziehen, genauso wie Vertreter des Evangelischen Bildungswerkes, des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe, von SPD, Linken, Grünen, Amberger Bunt und Amberger Künstler. Hans Lauterbach, Sprecher des Bündnisses, wünscht sich viele "kreative Plakate, mit denen die Leute zeigen, für was sie stehen". Sportvereine, die sich mit dem Thema Integration beschäftigen, sowie Leute von Sulzbach-Rosenberg hilft hätten bereits ihre Unterstützung angekündigt.

Treffpunkt für alle Bürger, die sich an der Demo beteiligen wollen, ist um 16.45 Uhr in der Fußgängerzone an der Ecke zur Regierungsstraße. Der Zug geht ab 17 Uhr am Landratsamt vorbei über den Kurfürstenring zum ACC. Dort ist ab etwa 17.30 Uhr die Kundgebung geplant. Die Redebeiträge sind auf fünf Minuten pro Gruppe beschränkt.

Vor, nach und parallel zu der politischen Kundgebung am ACC steigt auf dem Marktplatz von 14 bis 22 Uhr ein als völlig unpolitisch tituliertes Familienfest mit Bands, Essen und Trinken. Die Initiatoren um Niko Fischer, Johannes Diehl, Benedikt Etzold, Dominik Schuller, Christian Klostermann und der IG Metall wollen zeigen, dass die Gesellschaft positiv und bunt ist. Alle Musiker spielen ohne Gage, der Erlös wird gespendet. Auf der Bühne stehen unter anderem der BBou, The Grunge, die Jalapeños, Volker und die Folgsamen, Special Gue$t, Supersonic, The Funky Blues Rabbits und Lucas der Hegner, der die Moderation übernimmt. Dazu spielt der Jugendclub des Stadttheaters um Winni Steinl eine Szene nach Erich Kästner.

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