17.10.2020 - 16:42 Uhr
AmbergOberpfalz

Baumesse Amberg: Deutlich weniger Besucher, aber auch viel Positives

Die Herbstmesse, besser bekannt als Baumesse, lockte am Samstag und Sonntag in Amberg deutlich weniger Besucher als üblich ins ACC.

von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Im März wurde sie wegen der sich anbahnenden Corona-Pandemie noch kurzfristig abgesagt, am vergangenen Wochenende durfte sie nun stattfinden, die Amberger Baumesse. Trotz der guten Nachrichten, nicht mit einem erneuten Verbot der Veranstaltung leben zu müssen, zog Organisator Thomas Resch aus Hauzenberg in Niederbayern ein ernüchterndes Resümee, ohne die Besucherzahlen zu nennen: „Unter dem Strich bin ich hinter den Erwartungen.“

Überrascht sei er über die Reaktionen der mehr als 60 regionalen Aussteller gewesen. Trotz des eher schwachen Besuchs sei keiner dabei gewesen, der gesagt habe: „Das war jetzt nichts Richtiges.“ Im Gegenteil: Wiederholt habe er von den Unternehmen und Handwerksbetrieben mitgeteilt bekommen, dass bei der Messe teilweise mehr Kundentermine zustande gekommen seien als in den Jahren zuvor, in denen rund 4000 Besucher die Regel waren. Das liege in erster Linie daran, dass sich die Berater vor Ort mehr Zeit nehmen und intensiver auf die Wünsche der Interessenten eingehen konnten.

Sicherheitspersonal bereits an der Eingangstür, Datenerfassung an der Kasse, Maskenpflicht im gesamten Gebäude und kein Stand ohne Desinfektionsmittel: Unter strengen Hygiene- und Corona-Vorschriften fand im Amberger Kongresszentrum die Herbstmesse statt, die bereits im März unter dem gewohnten Namen Oberpfälzer Baumesse im ACC hätte stattfinden sollen. Die Pandemie machte Organisator Thomas Resch aus dem niederbayerischen Hauzenberg damals aber einen Strich durch die Rechnung.

Am Wochenende holte Resch die in den Vorjahren stets beliebte Veranstaltung nach, obwohl sich auch in der Region die Corona-Fälle wieder häufen und Kanzlerin Angela Merkel die Deutschen am Samstag dazu aufrief, möglichst zu Hause zu bleiben. "Ich stehe da jetzt dazu", sagte Thomas Resch am Samstag, als die Messe einen eher verhaltenen Auftakt erfahren hatte. Ein Beleg dafür: Am Stand von Wolfgang Schmitt, der im Auftrag eines Fachgroßhändlers für Bäder vor Ort ist, ließen sich bis 15 Uhr erst zehn Besucher blicken. In den Jahren zuvor wären es zu diesem Zeitpunkt "sicher 40 bis 50" gewesen, lässt der Aussteller wissen und fügt hinzu: "Ich verspreche mir vom Sonntag auf alle Fälle einen besseren Zuspruch."

Man könne die aktuelle Herbstmesse aber nicht mit den bisherigen Baumessen vergleichen, sagt Organisator Resch, denn im Moment müsse man als Veranstalter für jede Messe dankbar sein, die überhaupt möglich ist. Deswegen machte sich der Niederbayer am Samstag um 15 Uhr noch keine großen Gedanken über die Besucherzahlen: "Ich bin froh und dankbar, dass die Leute diszipliniert sind. Es gibt keine Maskenverweigerer und auch keine großen Diskussionen, wenn es darum geht, seine Daten zu hinterlassen. Es ist schon was wert, dass wir da keinen Ärger haben."

Mehr über die Herbstmesse rund ums Bauen in Amberg

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Die Herbstmesse, bei der über 60 Firmen und Betriebe über alles Wissenswerte rund ums Bauen informierten, lockte bis Sonntag, 18 Uhr, aber deutlich weniger Gäste nach Amberg als von Resch kalkuliert: „Unter dem Strich bin ich hinter den Erwartungen.“ Konkrete Zahlen nannte er nicht.

Wenngleich diese Entwicklung in Corona-Zeiten absehbar war, sei eine Absage für Thomas Resch nicht infrage gekommen, „weil ich den Ausstellern gegenüber eine gewisse Verantwortung habe“. Wiederholt sei er im Vorfeld darauf hingewiesen worden, dass die Firmen die Kundenkontakte, die sich bei der Herbstmesse ergeben, dringend benötigen, denn: „Es wird auch wieder eine Zeit nach Corona geben.“

Auf einen Besuch keinesfalls verzichten wollte zum Beispiel Christian Kätzlmeier. Der Ammersrichter zieht mit seiner Freundin im nächsten Jahr in das erste eigene Haus: „Wir sind schon in den letzten Details.“ Obwohl sein Vater Ernst vor seinem Ruhestand Bauleiter bei einer Amberger Architekten-Gemeinschaft war und vom Fach ist, wollte sich der Junior am Wochenende im ACC etwas umsehen: „Noch ein paar Informationen holen, ein paar Prospekte mitnehmen. Das schadet nicht.“

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