09.10.2019 - 13:09 Uhr
AmbergOberpfalz

Bergsteig soll Vorzeige-Viertel in Amberg werden

"Wohnen im Grünen" als Stichwort: Aus der ehemaligen sozialen Stadt Bergsteig soll ein Vorzeige-Viertel werden. Da sind sich die CSU-Stadtratsfraktion, Baureferent Markus Kühne und Stadtbau-Chef Maximilian Hahn einig.

Die alte baufällige und unbewohnbare Baracke (im Hintergrund) ist den Stadtplanern und der CSU-Fraktion ein Dorn im Auge, denn ohne sie könnten hier in kürzester Zeit weitere sechs attraktive Mietwohnungen gebaut werden, die Stadtbau hat entsprechende Pläne bereits in der Schublade. So waren neben der CSU-Fraktion auch einige Bewohner des Bergsteigs für einen baldigen Abriß.
von Autor GFRProfil

Laut Fraktionsvorsitzendem Dieter Mußemann habe die Bergsteig-CSU schon vor Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass dieser Stadtteil viel Entwicklungspotential habe. Mit der Stadtbau, so Mußemann, gebe es auch einen Bauträger, der wesentlich an der Umsetzung sämtlicher Maßnahmen beteiligt sei.

Auch Mietwohnungen

Baureferent Markus Kühne ging danach ins Detail. Ganz bewusst seien im neuen Baugebiet Bergsteig-Mitte Geschoßwohnungsbauten geplant worden. Um die stete Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum zu stillen, errichte die Stadtbau auch Mietwohnungen, die über Fußbodenheizung, Aufzug und Terrasse beziehungsweise Balkon verfügen. Die Netto-Kaltmiete soll bei 6,25 Euro pro Quadratmeter liegen. Bezugsfertig sein sollen die Wohnungen laut Hahn ab Januar nächsten Jahres. Im Bereich Breslauer- und Rosenthalstraße entstünden zudem Doppelhäuser. Der Bebauungsplan sehe 34 Parzellen vor. Der Kaufpreis liege bei 159 Euro pro Quadratmeter Grund, wobei 99 Euro nach Erwerb fällig seien, der Rest müsse binnen fünf Jahren gezahlt werden. Sollten sich zusätzliche geeignete Flächen ergeben, werde die Stadtbau weiteren Wohnraum planen und erstellen. Ein leidiges Thema ist laut Dieter Mußemann die Baracke an der Breslauer Straße. In Absprache mit dem Denkmalschutz müsse eine tragfähige Lösung gefunden werden. Markus Kühne nickte: "Wir müssen den Abbruch mit dem Landesamt für Denkmalschutz absprechen." Dann stünde dem Bau eines Hauses mit weiteren sechs Mietwohnungen nichts mehr im Wege. Der Baureferent ging auch auf laufende Tiefbaumaßnahmen ein, etwa die Kanalverlegung, die Asphaltierungen sowie auf den für 2020 geplanten Ausbau des Parkplatzes beim Inter Bergsteig.

Fast sechs Millionen Euro

Zudem erwähnte er eine Stichstraße an der Breslauer Straße sowie den Wasserleitungs- und Straßenbau an der Rosenthalstraße. Laut Mußemann kosten sämtliche Erschließungen zusammen fast sechs Millionen Euro, die innerhalb von vier Jahren ausgegeben werden. Mußemann betonte auch, dass mit der Sanierung des seit Jahren nicht mehr funktionstüchtigen Seelöwen-Brunnens ein weiterer Beitrag zur Attraktivitätssteigerung des Bergsteig-Areals geleistet werde. Die Stadt werde im kommenden Jahr die bereits eingestellten Haushaltsmittel um 50 000 Euro auf 130 000 Euro aufstocken, damit ein neuer grüner Treffpunkt die Bewohner zum Verweilen einladen könne.

Ein Kurzbesuch führte die CSU noch in die neue Ringerhalle, die Mußemann als "einzigartiges Gebäude" bezeichnete. Ein "energetisches Novum" sei, dass hier mit völlig neuen und modernen Baustoffen experimentiert werde, um nur mit Folien und Luft eine energetisch wertvolle Dämmung zu erreichen. Für Kreisvorsitzende Michaela Frauendorfer werde der Bergsteig ein "richtig schönes Stadtviertel" und Dieter Mußemann ergänzte, dass hier der "Stadtteil der kurzen Wege" entstehe.

Ortstermin der SPD am Bergsteig

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