28.12.2018 - 15:28 Uhr
AmbergOberpfalz

Biber bereitet den Fischern Sorgen

Weit über 80 Mitglieder besuchten die Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Amberg im Schützenhaus Kleinraigering. Ein langjähriges Mitglied wurde besonders gewürdigt.

"Sorgen bereitet uns der Biber, der sich immer mehr ausbreitet", informierte Gewässerwart Max Marr bei der Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Amberg.
von Autor OEProfil

Max Marr wurde in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Auch Oberbürgermeister Michael Cerny war unter den Gästen und dankte den Fischern für ihren Einsatz im Bereich Natur und Umwelt. Vorsitzender Tim Jüntgen gab einen umfassenden Rückblick auf eine Vielzahl von Aktivitäten. Weit über 1000 Arbeitsstunden haben die Fischer zur Hege und Pflege an den Gewässern verbracht. Nicht dazu gezählt die Zeit der Gewässerwarte und Aufseher. "Wir haben viele Besatzmaßnahmen durchgeführt, gezielt Hegefischen organisiert und viele Kurse angeboten, die gut angenommen wurden", informierte Jüntgen.

Das Grüne Klassenzimmer ist nach den Worten des Vorsitzenden seit Jahren eine Erfolgsgeschichte. Zwei Schulklassen haben dieses Jahr den Unterricht nach Bühl ins Fischerzentrum verlegt. Lob galt Manfred Pugner, der mit seinem Ausbilderteam Vorbereitungskurse für die staatliche Fischerprüfung mit besten Ergebnissen abhält, wie Jüntgen sagte.

Gewässerwart Max Marr berichtete über viele Arbeitseinsätze an den Gewässern. Karpfen, Forellen, Schleien und Brachsen stünden in der Fangstatistik ganz vorn - alles gesunde Tiere und damit auch bestes Nahrungsmittel. "Sorgen bereitet uns der Biber, der sich immer mehr ausbreitet", informierte der Gewässerwart. Auch der Kormoran schlage nach wie vor kräftig zu. Der Mink, ein amerikanischer Nerz aus der Marderfamilie, habe seit Jahren eine Heimat in der Vils gefunden. Ebenso der Fischotter, der inzwischen an fast allen Gewässern des Vereins, auch an der Vils, seiner Beute nachstellt. Die Fischerjugend sei sehr aktiv, teilte Jugendleiter Christian Pohl mit. Seine Bilanz reichte vom Amberger Kinderfest bis zum Zeltlager und zu selbst gebauten Angelruten. Umwelt- und Naturschutz stünden beim Nachwuchs im Vordergrund. So seien unter anderem viele Insektenhotels gebastelt worden.

Im Artenhilfsprogramm setzten die Fischer seit Jahren bedrohte Fischarten in die Vils ein, berichtete Tim Jüntgen - insbesondere auch Barben und Quappen, die auf der roten Liste als gefährdet und stark gefährdet stehen und deshalb ganzjährig Schonzeit haben. Kassier Andreas Sauer informierte über die Finanzen: Der Verein stehe auf gesunden Beinen. Die ersten Termine für 2019 listet der Verein auf seiner Internetseite auf (www.fischereiverein-amberg.de).

Ausgezeichnet:

Ausgezeichnet

Max Marr wird zum Ehrenmitglied des Fischereivereins Amberg ernannt.

Er hat sich seit mehr als 3 Jahrzehnten in herausragender Art und Weise für

den Fischereiverein verdient gemacht, lobte 1. Vorsitzender Tim Jüntgen.

Marr ist seit 33 Jahren Mitglied und seit 30 Jahren in der Vorstandschaft. Er ist

Träger der Ehrennadel in Gold des Fischereiverbandes Oberpfalz. Mit seinem

Engagement leistet er einen unbezahlbaren Beitrag für den Verein und damit

auch für alle Mitglieder.

„Ehre, wem Ehre gebührt“: Mit diesen Worten wurde Gewässerwart Max Marr (links) zum Ehrenmitglied des Fischereivereins Amberg ernannt. Vorsitzender Tim Jüntgen würdigte Marrs langjähriges Engagement.
Oberbürgermeister Michael Cerny Links) lobte den Einsatz des Fischereivereins für Natur und Umwelt.
Volles Haus bei der Jahresversammlung des Fischereivereins Amberg in Kleinraigering.

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