31.05.2021 - 12:28 Uhr
AmbergOberpfalz

Bischof Voderholzer segnet Amberger Kindergarten

Zum großen Freudentag wurde für die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit heuer das Patrozinium. Denn anlässlich dieses Festes kam Bischof Rudolf Voderholzer nach Amberg. Der weihte auch gleich das Haus der Kinder ein.

von Adele SchützProfil

Rund ein Jahr lang dauerte die Generalsanierung des Kindergartens Hl. Dreifaltigkeit in Amberg, erweitert wurde der in diesem Zuge auch um eine Kindergrippe – und es gab einen neuen Namen: Das Haus der Kinder. Den kirchlichen Segen dafür gab es nun von Bischof Rudolf Voderholzer. Das Diözesanoberhaupt war zum Patrozinium der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit nach Amberg gekommen.

Vor dem Pontifikalgottesdienst wurde der Bischof am Kirchplatz von den Kindergartenkindern mit einem Lied und einem Blumenstrauß begrüßt. Ein dickes Lob richtete Bischof Voderholzer eingangs seiner Predigt dann an das Kindergartenteam für die religiöse Erziehung, denn die Kinder hätten das große Kreuzzeichen zu Beginn des Gottesdienstes und das kleine Kreuzzeichen vor dem Evangelium gut erkennbar gemacht. Er erklärte zunächst den Kindern den Unterschied zwischen kleinem und großem Kreuzzeichen und dessen Bedeutung. Seine weitere Predigt galt den Erwachsenen, in der er auf die unglaubliche Geschichte des Kreuzes aufmerksam machte, die vom Marterwerkzeug bis hin zum Zeichen für die Liebe Gottes in einer gelungenen Beziehung von Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist reiche. Bischof Voderholzer machte bewusst, dass man dem Geheimnis der Dreieinigkeit sehr gut mit den Gesten des Kreuzzeichens nachgehen könne. Am Ende seiner Predigt beglückwünschte das Diözesanoberhaupt die Pfarrei zum neuen Kindergarten, als Ort wo etwas blühen, gedeihen und leben dürfe. Den Kindern wünschte er, dass sie hier als Christen und im Glauben erzogen würden, denn der Glaube sei das Werkzeug für ein erfülltes Leben.

Kindergarten Hl. Dreifaltigkeit Amberg saniert und um Krippe erweitert

Amberg

Nach dem Gottesdienst erfolgte die Einweihung des Haus der Kinder Hl. Dreifaltigkeit, vor dem die Kinder den Bischof mit einem Gedicht empfingen. Nach der Segnung brachte Oberbürgermeister Michael Cerny seine Freude über die gelungene Baumaßnahme zum Ausdruck, in deren Zuge das bestehende Kindergartengebäude generalsaniert wurde, in dem nun der bisherige Kindergarten, aber auch neu eine Kinderkrippe bestens untergebracht seien. „Uns als Stadt geht es darum, die Familien zu stärken und die Kinder auf den Weg in das Leben gut begleitet und darauf gut vorbereitet zu wissen." Er richtete seinen Dank an die Pfarrei und die Diözese, und machte bewusst, dass gerade die Kirche eine enorme Stütze der Stadt sei, wenn es um die Betreuung der Kinder gehe. Er lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit und das gute Miteinander mit Hl. Dreifaltigkeit im Rahmen der Baumaßnahme. Abschließend wünschte er den Erzieherinnen, dass sie ihre Arbeit im neu geschaffenen Haus der Kinder mit Freude verrichten und den Kindern, dass sie gerne hierher kommen.

Kirchenpfleger Günter Preißl ging auf den Ablauf des Projektes ein und erinnerte an eine Stellungnahme zum Erstbesuch des Bischöflichen Baureferats vom Juli 2016, mit der der Startschuss für eine Generalsanierung des 1930 erbauten Kindergartens und des Einbaus einer Kinderkrippe gefallen sei. Beteiligt seien neben dem Bischöflichen Baureferat die Stadt Amberg, das Architekturbüro Hart + Flierl und die Kirchenverwaltung Hl. Dreifaltigkeit gewesen. Die Finanzierung hätten die Stadt Amberg, der Bayerische Staat, die Diözese Regensburg und die Kirchenstiftung Hl. Dreifaltigkeit abgesichert. Die Vorarbeiten hätte laut Preißl federführend sein Vorgänger, Kirchenpfleger Manfred Baldauf, begleitet. Anfang 2019 seien dann alle Genehmigungen erteilt und die Kosten aus der Vorkalkulation mit gut einer Million Euro in trockenen Tüchern gewesen. Ende Juli 2019 erfolgten dann die ersten Bauarbeiten. Die Fertigstellung sei wie geplant im Dezember 2020 erfolgt. Günter Preißl dankte allen Beteiligten für das gelungene Vorhaben.

„Die Planungen bei gefördertem Raumprogramm sind bei einem bestehenden Gebäude gegenüber einem Neubau immer etwas Spezielles, da Gegebenheiten vorhanden sind, die sich nicht ändern lassen. Besonders war bei diesem Projekt auf die Belange des Denkmal- und Brandschutzes zu achten sowie auf die Kosten des Umbaus“, erläuterte Architekt Michael Flierl.

„Unsere Erwartungen und Wünsche wurden erfüllt. Hier können die Kinder Gemeinschaft erleben, eine Atmosphäre der Geborgenheit erfahren und sich immer beschützt fühlen“, betont Einrichtungsleiterin Michaela Neiswirth. „Wenn unsere Kinder mit Sonne im Herzen unser Haus besuchen, haben wir unser größtes Ziel erreicht.“

Info:

Haus der Kinder

  • Insgesamt 342 Quadratmeter bietet das Haus der Kinder.
  • 74 Quadratmeter beansprucht die Kinderkrippe.
  • Hier können etwa zwölf Kleinkinder betreut werden.
  • Über 107 Quadratmeter verfügt der Kindergarten.
  • Zirka 25 Kinder finden hier Platz.
  • 120 Quadratmeter werden gemeinsam genutzt.

 

 

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