15.06.2020 - 13:12 Uhr
AmbergOberpfalz

Bolivienhilfe Runa Masi formiert sich neu

Der Führungskreis der Bolivienhilfe Runa Masi traf sich zu einer Sitzung in Regenstauf. Nach den üblichen Vereinsregularien stand die Neuwahl des Vorstands an. Eine Hahnbacherin und ein Amberger gehören dazu.

Franz Staudhammer freut sich über den neuen Vorstand mit Marianne Moosburger (2. Vorsitzende), Schatzmeisterin Eva Mayrhofer-Dötsch und den Vorsitzenden Hans Bauer (von links).
von Autor MMAProfil

Der Amberger Hans Bauer, die Hahnbacherin Marianne Moosburger und Eva Mayrhofer-Dötsch aus Grünbach, Gemeinde Trabitz, werden nun diese seit über 30 Jahren bestehende effektive Hilfe zur Selbsthilfe in der armen Region Ayopaya in Bolivien leiten.

Großes Lob ging an Franz Staudhammer, den rührigen langjährigen Vorsitzenden, der nach neun Jahren intensiver Arbeit nicht mehr kandidierte. In seinem Protokoll konnte er unter anderem vom großen Erfolg einer Baumpflanzaktion in seiner Heimatstadt Burghausen berichten. In Fortsetzung von Josef Beuys „Baumprojekt 7000 Eichen“ waren dort Baumspenden in Höhe von je 150 Euro gesammelt worden. 50 Eichen wurden im nahen Raitenhaslach gepflanzt. Für Bolivien waren 5000 Euro der Spenden bestimmt. Bei der Stadt Independencia wurden schließlich davon 3500 Obstbäume gekauft und unter der Regie des koordinierenden Centro Cultural, mit dem auch Runa Masi zusammenarbeitet, von Freiwilligen gepflanzt, hieß es.

Verein Runa Masi will humanitäres Hilfsprogramm der Menschen fortführen und sogar ausweiten

Amberg

Hauptaugenmerk des Vereins Runa Masi sind jedoch Wasserprojekte in jenen zerklüfteten Hochtälern nördlich von Cochabamba. Bislang wurden dank des Spendenaufkommens in den vergangenen Jahren bereits zwei Zahlungen für das derzeitige Projekt in Charuni von insgesamt 12000 Euro zum Anlegen eines großen Wasserbeckens und für Rohre überwiesen. Wie bereits bei den vorangegangenen Projekten, sind dort alle Dorfmitglieder im Anlegen und beim Bau der fürs Überleben notwendigen Wasserleitung eingebunden. Schon sind der Hochbehälter, der sich zur Regenzeit füllt, und die Leitung bis zu den Feldern gebaut. Dabei erforderten diesmal das unwegsame Gelände und der extrem harte Untergrund extrem viel Mühe. Doch nun können zumindest die oberen Felder in der Trockenzeit damit bewässert und die Ernte gesichert werden. Die Leitung zum Dorf aber steht noch aus. Die Dorfgemeinschaft bat nun um weitere Zuschüsse in Höhe von 13000 Euro. Einstimmig beschloss der Förderkreis weitere 5000 Euro ans Centro Cultural von Independencia zu überweisen, wo Gelder und Arbeiten überwacht werden. Auch wird von dort, wie gewohnt, ein bebilderter Zwischenbericht angefordert.

Runa Masi ist aber nur eine von mehreren Gruppen im deutschsprachigen Raum, die sich der indigenen Bevölkerung der Gegend von meist Quechuas und Aymaras verbunden fühlt. Regelmäßige Treffen, wie im November des vergangenen Jahres, gehören dazu. Fünf Gruppierungen fanden sich – auf eigene Kosten – am Wörthersee ein. Berichte von Besuchen vor Ort in Bolivien, Koordination, Austausch, Aktionen und die politische Lage waren wichtige Themen der Vereinsvertreter, war zu hören. "Ein weiteres Treffen“, so Franz Staudhammer, der daran teilgenommen hatte, "ist für 2021 angedacht".

Auch Corona ist momentan die größte Sorge selbst in jener abgelegenen Region. Runa Masi stellt deshalb eine Soforthilfe in Höhe von insgesamt 2550 Euro zur Verfügung. Hans Bauer, der neue Vorsitzende, dankte abschließend allen für ihr großes Engagement. Spenden seien immer willkommen.

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