16.12.2019 - 19:21 Uhr
AmbergOberpfalz

Wie aus dem Bürgerspitalareal ein Kulturpark werden soll

Das Bürgerspitalgelände soll von einem Steckenpferd der Streithähne zu einem Platz für ereignisreiches Verweilen werden. Diese Vorstellung und ihre Ideen dazu präsentierte "Die Liste Amberg" am Samstag vor Ort.

Traubenschluss im Regen bringt selten Segen - das besagt eine alte Winzer-Weisheit. Bei dieser Auslese handelt es sich aber um Mitglieder des Vereins "Die Liste Amberg", und diese propagieren beim Bürgerspitalgelände ein Luftschloss mit Kulturpark.
von Dagmar WilliamsonProfil

Die neue politische Gruppierung sieht die Sachlage so: Ein rechtskräftiger, aber angegriffener Bebauungsplan des Geländes besteht. Dass dieser aufgrund natürlicher Gegebenheiten im Untergrund durch Wasser und Fels in dieser Form nicht durchführbar ist und dass es mehrere Verträge gibt, sei bekannt. „Aber durch die Verkleinerung der Tiefgarage und den Wegfall der öffentlichen Stellplätze gibt es schon jetzt im Stadtrat ein Umdenken bezüglich der Tiefgarageneinfahrt in der Bahnhofstraße. Also warum das Denken auf die Einfahrt beschränken und nicht noch einmal über den Tellerrand hinausschauen“, erklärte Stadtrat Daniel Holzapfel beim Treffen auf dem Bürgerspitalgelände.

Einen „typischen Fall der Fehlplanung“ nannte Hans Graf das ewige Hin und Her um diese Art des Leerstands. Umrahmt sei das Gelände von der ehemaligen historischen Spitalkirche und dem Ringtheater. In Letzterem würden auch zukünftig die Vernissagen des A.K.T.-Kunstvereins abgehalten werden. „Da bietet sich doch ein Kulturpark regelrecht an.“ Die Stadt solle weg von voluminösen Bauten denken und sich für die Bürger und Touristen entscheiden.

Die Lösung der "Liste Amberg": Eine Parkanlage, nutzbar für Kunstschaffende aller Art (inklusive Musiker), die das Luftschloss umringt. Um das Luftmuseum als überregionalen Anziehungspunkt besser in den Mittelpunkt zu stellen, sei ein neuer Standort, nämlich das Bürgerspitalgelände, genau das Richtige. Bereits im März 2017 stellte die damalige Architekturstudentin Anna Schießl solche Pläne im Rahmen ihres Masterstudiums vor.

Wie die Amberger Zeitung über die Ideen von Anna Schießl für das Luftmuseum berichtete:

Auf Anfrage der Redaktion bei Wilhelm Koch, dem Gründer des Luftmuseums, der bei dem Treffen der "Liste Amberg" nicht dabei war, zeigte dieser sich erfreut und nannte es eine Chance für Amberg. In der Vergangenheit habe er bereits über eine Art „Luftgarten“ nachgedacht. „Sicher sollte das im Rahmen eines Wettbewerbs geklärt werden, und Pläne müsste man genau überdenken“, sagte Koch.

Für den 21. Dezember lädt „Die Liste Amberg“ alle Bürger zu ihrem Infostand an der Spitalkirche ein. Ziel sei es dabei, Ideen zu sammeln, damit sich Amberg einer höheren Lebensqualität erfreuen kann.

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