20.03.2019 - 15:52 Uhr
AmbergOberpfalz

Bundeswehr stellt sich als attraktiver Arbeitgeber auf

Der SPD-Kreisverband Amberg-Sulzbach informiert sich über 100-Millionen-Euro-Bauvorhaben in der Schweppermann-Kaserne. Angeführt wird die Delegation vom Kreisvorsitzenden Uwe Bergmann.

Die Schweppermann-Kaserne war für den SPD-Kreisverband mit Vorsitzendem Uwe Bergmann (Vierter von links) einen Besuch wert. Dabei wurden die Genossen von Kasernenkommandant Oberstleutnant Klaus-Peter Laackman (links) über das große Bauvorhaben der Bundeswehr und die Entwicklung des Standorts informiert.
von Adele SchützProfil

Die Schweppermann-Kaserne in Gärmersdorf gleicht derzeit angesichts der Generalsanierung einer Großbaustelle. Diese wird sich über die nächsten zehn bis 15 Jahre erstrecken und mit Investitionen von über 100 Millionen Euro zu Buche schlagen. Kasernenkommandant Klaus-Peter Laackman empfing den SPD-Kreisvorsitzenden Uwe Bergmann mit seiner Delegation am Tor.

Bereits auf dem Fußmarsch über das Gelände bekamen die Besucher einen Einblick in die beachtliche Dimension des Projektes bei laufendem Betrieb. „Es steht uns gut zu Gesicht, die Einrichtung zu besuchen, wenn hier über 100 Millionen Euro investiert werden“, betonte Bergmann zu den Beweggründen des Besuchs der Kreis-SPD in der Kaserne, der einzig verbliebenen in Stadt und Land.

Die SPD steht nach seinen Aussagen zur Bundeswehr vor Ort als Friedensgarant und Arbeitgeber. Die örtliche Wirtschaft profitiert laut Bergmann signifikant von den Soldaten und den Bauaufträgen, die momentan vergeben werden. „Wir von der SPD wollen zu einer positiven Imagekampagne beitragen und darauf aufmerksam machen, dass die Bundeswehr gute und sichere Arbeitsplätze bietet, gerade weil sie es ungleich schwerer als früher hat, Fachkräfte zu finden, nachdem die Wehrpflicht abgeschafft wurde“, so Bergmann.

Kasernenkommandant Laackman erinnerte an die Anfänge der Kaserne und deren Entwicklung von einer Panzerkaserne in den 60er Jahren hin zum Standort des Logistikbataillons 472, das mit seinen Fachkräften stets auch im Ausland im Einsatz sei, etwa in Afghanistan, in Mali und im Kosovo. In der Kaserne sind untergebracht das Sanitätsunterstützungs-, das Kraftfahrausbildungs- und das Familienbetreuungszentrum mit Kindertagesstätte, Teile des Landeskommandos Bayern und des Dienstleistungszentrums der Bundeswehr, der Aerologische Messzug, die Reservistenkompanie Oberpfalz, die Außenstelle des Berufsbetreuungszentrums, der evangelische Militärpfarrer und der Wallmeistertrupp.

Als die Standortsicherheit der Schweppermannkaserne gewährleistet war, wurde laut Laackman 2014 ein Konzept für deren Generalsanierung entworfen. Dabei war es Ziel, den Standort zu modernisieren und die Arbeitsbedingungen für alle Nutzer zu verbessern, aber auch die Attraktivität der Bundeswehr als Arbeitgeber zu steigern. „Gerade mit der Aufhebung der Wehrpflicht muss die Bundeswehr als Arbeitgeber eine bestimmte Attraktivität bieten, um ihren Nachwuchs zu sichern“, betonte der Kasernenkommandant.

Zur Attraktivität der Bundeswehr gehören laut Laackman auch moderne Unterkünfte mit eigener Nasszelle, die die Sechs-Mann-Unterkünfte ablösen. In der Schweppermannkaserne würden mit der Generalsanierung vier neue Unterkunftsgebäude mit einer Kapazität von insgesamt über 400 Einheiten mit je eigenen Nasszellen realisiert.

Folgende Bauvorhaben am Kasernenstandort sind laut Auskunft des Oberstleutnants weiter in Umsetzung oder Planung: Für das Logistikbataillon 472 wird derzeit eine neue Lagerhalle gebaut, für das Sanitätsunterstützungszentrum ein neues Facharztzentrum, das jetzt noch zur Miete im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus untergebracht ist. Für das Kraftfahrausbildungszentrum werden bestehende Hallen umfunktioniert, um sie als Ausbildungshallen nutzen zu können.

Neu gebaut werden für alle Einheiten am Standort ein Lehrsaalgebäude und ein zentrales Waffenkammergebäude. Parallel laufen derzeit mehrere Sanierungen an Bestandsgebäuden. In der Planung sind eine neue Instandsetzungshalle und mehrere Kfz-Hallen. Auf lange Sicht ist auch eine Verlegung der Hauptzufahrt mit kreuzungsfreier Anbindung an die B 85 vorgesehen.

Den Informationen im Lehrsaal folgte eine Führung mit Oberstleutnant Laackman durch die militärische Anlage . Er erläuterte dabei die einzelnen Projekte und beantwortete die Fragen der Besucher.

SPD-Kreisvorsitzender Uwe Bergmann (links) bedankte sich bei Kasernenkommandant Oberstleutnant Klaus-Peter Laackman für den Empfang der SPD-Delegation in der Schweppermannkaserne und für den Einblick in die Einrichtung und die dort laufenden Baumaßnahmen in Millionenhöhe mit zwei Gläsern Honig von hiesigen Imkern. Ein Dank, der sichtlich Freude machte.
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