13.01.2022 - 17:37 Uhr
AmbergOberpfalz

Corona in Amberg und Umgebung: Immer mehr Omikron-Fälle

Keine Alarmstimmung in Amberg und Amberg-Sulzbach. Auch wenn die Omikron-Variante sich immer weiter durchsetzt. Das könnte für die Zukunft sogar eine gute Nachricht sein.

Derzeit infizieren sich in Amberg und der Umgebung vor allem Jüngere mit dem Coronavirus.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Omikron ist auf dem Vormarsch. Mittlerweile macht die Corona-Mutante 40 Prozent der Infektions-Neumeldungen aus, wie Gesundheitsamtsleiter Dr. Roland Brey auf Nachfrage erklärte. Tendenz: steigend. Und auch die Inzidenzwerte im Allgemeinen steigen in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach an.

Allerdings laut Brey allmählich und nicht explosionsartig, wie das etwa in einigen Ballungszentren in Deutschland zu beobachten ist. In Berlin Mitte liegt die Inzidenz aktuell etwa bei 1149,8 (Stand: Donnerstag, 13. Januar, 14.15 Uhr).

Der Gesundheitsamtsleiter erklärte, dass Corona-Infektionen in Amberg derzeit vor allem bei 16- bis 19-Jährigen und im Landkreis bei 6- bis 11-Jährigen festgestellt werden. Was sicherlich auch daran liege, dass Schüler intensiv getestet würden.

In Pflegeheimen sei die Situation "erfreulicherweise noch recht gut". Es gebe Einzelfälle, aber keine größeren Ausbrüche. Brey erklärt sich das damit, dass viele der älteren Menschen geboostert seien. Dass es auch anders sein könnte, zeigt der Blick nach Schwandorf. Dort hat es im Elisabethenheim vorübergehend Isolationsmaßnahmen, Besuchs- und Ausgangsverbote gegeben.

Ohnehin wirbt der Gesundheitsamtsleiter für die Boosterungen: "Mit drei Impfungen hat man einen sehr guten Schutz." Vor allem vor schweren Erkrankungen. Wenngleich es immer wieder Einzelfälle gebe, bei denen das Immunsystem nicht so gut reagiere. Das sei meist bei Menschen mit Vorerkrankungen der Fall. Der Anteil der geboosterten Menschen in Stadt und Landkreis sei gut, konkret sei das etwa bei der Hälfte der Einwohner der Fall. Hinzu noch 28.000, die auf einen Termin für ihre Auffrischung warten.

Brey kann aber durchaus den Frust mancher verstehen, die dachten, dass nach zwei Impfungen ein langanhaltender Schutz vorhanden sei. "Diese Erwartungen und Hoffnungen haben sich leider nicht bewahrheitet." Vielleicht müsste die Impfung künftig auch jährlich aufgefrischt werden. Vielleicht sogar als Kombi-Impfung mit einem Schutz vor der Grippe.

In jedem Fall muss Brey die Cornalage regelmäßig neu bewerten. Seine aktuelle Einschätzung: "Die Meldungen, die bei uns eintreffen, sprechen dafür, dass sich Omikron in sehr kurzer Zeit verbreitet und möglicherweise die Delta-Variante verdrängt." Eine schlechte Nachricht? Nicht unbedingt. In den vergangenen Wochen ist immer wieder zu lesen und hören, dass mit der Ausbreitung der neuen Mutante Corona endemisch werden könnte. Heißt: Die aktuellen Befürchtungen sind, dass sich sehr viele mit der Omikron-Variante anstecken und das Gesundheitssystem überlasten könnten. Es hieße aber auch, dass in absehbarer Zeit nicht nur viele Bürger geimpft sind, sondern auch eine Corona-Infektion hinter sich haben. "Das kann dazu führen, dass das Virus nicht mehr so die Opfer in der Bevölkerung findet."

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