08.03.2021 - 15:50 Uhr
AmbergOberpfalz

Corona im Raum Amberg-Sulzbach: Viele Firmen betroffen

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"Die britische Mutation ist ansteckender. Es trifft selten nur einzelne Personen", erklärt Dr. Roland Brey, der Leiter des Amberger Gesundheitsamtes. Vor allem im privaten und beruflichen Umfeld komme es aktuell zu Corona-Infektionen.

Corona-Schnelltest-Zentrum: In der Marienstraße in Amberg bringt eine Apotheke am Montag ein großes Schild an. Ab dieser Woche soll es für alle wöchentlich einen gratis Corona-Schnelltest geben. Das haben Bund und Länder vereinbart.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

Die Inzidenzwerte in Amberg und dem Landkreis steigen am Montag weiter an. Dr. Roland Brey, der Leiter des Gesundheitsamtes Amberg, beschreibt das Ausbruchsgeschehen als diffus. Das heißt, dass sich die Infektionen keinen einzelnen Schwerpunkten zuordnen lassen. Stattdessen gibt es diverse Ausbrüche in unterschiedlichen Bereichen. "Momentan aber weniger in zum Beispiel Heimen, wo wir das schon oft hatten, sondern mehr im privaten Umfeld und in Firmen", sagt Brey.

Ansteckungsrisiko hoch

Der überwiegende Anteil der positiven Testungen ist dem Gesundheitsamt zufolge auf die britische Mutation zurückzuführen, die deutlich ansteckender sei. "Deshalb trifft es selten nur einzelne Personen, sondern es stecken sich immer gleich mehrere an", erklärt Brey. "Je größer der Betrieb, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es auch mehr Infizierte gibt." Dass viele Firmen betroffen sind, sei "derzeit leider der Normalfall".

Aktuell befänden sich in Stadt und Landkreis ungefähr 400 Kontaktpersonen in Quarantäne. Hinzu kämen die, die schon positiv getestet sind. Brey: "Die Zahl ist wieder deutlich gestiegen bei uns." Am Montag kamen laut Robert-Koch-Institut offiziell sechs neue Fälle in Amberg und 13 im Kreis Amberg-Sulzbach dazu. Die Inzidenz steigt in Amberg von 163 am Vortag auf 175 und im Landkreis von 148 auf 151.

Weichenstellung für Schnelltests

Seit dieser Woche soll jeder, der einen Corona-Schnelltest machen möchte, das einmal wöchentlich kostenlos tun können. Auch ohne Symptome. Das haben Bund und Länder bei ihrem jüngsten Corona-Gipfel beschlossen. Die Tests sollen in Apotheken und Testzentren durchgeführt werden. Doch der Start ist in ganz Deutschland holprig.

"Wir haben die ersten Anfragen von Apotheken, die Schnelltests anbieten wollen", erzählt Brey. "Da werden jetzt die Weichen gestellt." So gebe es dazu entsprechende Vereinbarungen und die Apotheken würden dann auch vom Gesundheitsamt beauftragt, sodass eine Abrechnung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns möglich sei. "Außerdem müssen die Apotheken gewisse Voraussetzungen erfüllen", spricht Brey Hygienekonzepte und Arbeitsschutz an. "Denn es ist natürlich nicht der Sinn der Sache, dass die Leute irgendwo hingehen, einen Schnelltest machen und das dann zu Ansteckungen führt."

Informationen zur Maskenpflicht in Amberg

Amberg
Corona aktuell:

Das sind die aktuellen Coronazahlen für Amberg und den Landkreis Amberg-Sulzbach:

  • Am Montag meldete das Robert-Koch-Institut 6 neue Covid-19-Infektionen in Amberg und 16 im Kreis Amberg-Sulzbach. Die Gesamtzahl der registrierten Fälle liegt bei 1021 in der Stadt und 3256 auf dem Land.
  • Seit Beginn der Pandemie sind in Stadt und Landkreis 131 Menschen gestorben, die sich mit dem Sars-Cov-2-Virus infiziert hatten – 14 wohnten in der Stadt, 117 im Landkreis.
  • Der Inzidenzwert (Fälle je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen) in Amberg steigt von 163 am Vortag auf 175. Im Landkreis klettert er von 148 am Sonntag auf 151 am Montag.
  • In der Amberger Innenstadt gilt auf bestimmten Straßen eine Maskenpflicht. In Amberg und im Kreis Amberg-Sulzbach ist eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr in Kraft. Außerdem sind Schulen und Kindertagesstätten geschlossen. Private Zusammenkünfte sind auf den eigenen Haushalt und eine weitere Person beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

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