14.10.2018 - 22:46 Uhr
AmbergOberpfalz

CSU holt 39,05 Prozent im Landkreis Amberg-Sulzbach

Wie zu erwarten war, hat die CSU bei der Landtagswahl am besten im Landkreis abgeschnitten: Sie bekam 39,05 Prozent. Bitter für die SPD: Sie erreichte 14,20 Prozent. Zweitstärkste Kraft waren die Freien Wähler mit 14,77 Prozent.

Zwischen Nussecken und Teeblättern: die Wahlschnitten einer Wutschdorfer Bäckerei.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Die Hohenburger waren die Ersten, die ihr Ergebnis ins Landratsamt übermittelten: Um 18.59 Uhr war es online. Und da sah es im Vergleich zum Bayern-Schnitt um einiges besser aus für die CSU: 42,46 Prozent bei den Erststimmen für ihren Abgeordneten Harald Schwartz, 45,70 Prozent bei den Zweitstimmen. Nur vier Minuten später das Resultat aus der Nachbargemeinde Schmidmühlen: 42,30 Prozent der Wahlberechtigten kreuzten die CSU bei den Erststimmen an, 42,65 Prozent bei den Zweitstimmen. Als letzte Gemeinde meldete Poppenricht sein Ergebnis dem Landratsamt: Um 21,52 Uhr waren die Resultate online und damit das Ergebnis für den Landkreis komplett.

Die CSU kam bei den Erststimmen auf 39,05 Prozent. Zweitstärkste Kraft wurden die Freien Wähler mit 14,77 Prozent. Die SPD erreichte nur 14,20 Prozent. Die AfD erzielte 11,18 Prozent und verwies damit die Grünen, die landesweit Platz zwei erreichten, auf Rang fünf. Deren Wahlergebnis: 10,19 Prozent.

Kastl: Bestes CSU-Ergebnis

Stark war die CSU im Markt Kastl, dort fuhr sie die meisten Prozente ein: 46,36 bei den Erststimmen und 48,36 bei den Zweitstimmen. In seiner Heimatgemeinde Kümmersbruck kam ihr Landtagsabgeordneter Schwartz auf 40,51 Prozent der Erststimmen, seine Partei auf 41,63 Prozent bei den Zweitstimmen. Die wenigsten Erststimmen bekam Schwartz in Schnaittenbach (29,44) sowie in Ammerthal (32,49), der Heimatgemeinde von Alexandra Sitter, Kandidatin der Freien Wähler, die dort das beste Erststimmen-Ergebnis ihrer Gruppierung im Landkreis holte: 30,50 Prozent. In 16 der 27 Kommunen waren die Freien Wähler die zweitstärkste Kraft. Ihre besten Ergebnisse neben Ammerthal: Königstein (25,58), Ursensollen (23,38) und Vilseck (23,16). Den wenigsten Zuspruch bekam diese politische Gruppierung in Sulzbach-Rosenberg (9,86), Schnaittenbach (9,87) und Kümmersbruck (10,10).

Die einzige Kommune, in der SPD-Kandidat Uwe Bergmann die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte, ist seine Heimatstadt Schnaittenbach. Dort holte er bei den Erststimmen 37,07 Prozent, bei den Zweitstimmen war die CSU mit 40,93 Prozent allerdings wieder vorne. Nur noch in sieben Gemeinden wurde die SPD zweitstärkste Kraft: Hirschau (21,89), Freudenberg (18,21), Sulzbach-Rosenberg (17,04), Kümmersbruck (16), Auerbach (15,52), Poppenricht (15,19) und Ensdorf (13,88). In allen anderen Kommunen mussten sich die Sozialdemokraten den Freien Wählern geschlagen werden - bis auf Weigendorf, wo die Grünen mit 17,30 Prozent) ihr bestes Ergebnis im Landkreis einfuhren sowie in zwei Vilstal-Gemeinden, wo die AfD jeweils die zweitmeisten Stimmen verbuchte: in Rieden mit 17,59 Prozent und in Schmidmühlen mit 15,83 Prozent. Am schlechtesten schnitt die AfD in Auerbach (8,16 Prozent), Freudenberg (8,32), Illschwang (8,42), Hahnbach (8,56) und Edelsfeld (8,57) ab. Ihr schwächstes Ergebnis hatte die SPD in Kastl mit 5,52 Prozent sowie in Vilseck (6,42), Ursensollen (6,95) und Königstein (7,57). Die Grünen, im Freistaat nach der CSU an zweiter Stelle, holten ihre besten Ergebnisse in Weigendorf (17,30), Neukirchen (15,03), Etzelwang (14,66) und Hirschbach (13,99).

Sechs Prozent für die Linke

Die Hochburgen der kleineren Parteien: Die Linke bekam in Sulzbach-Rosenberg, der Heimatstadt des Direktkandidaten Wolfgang Berndt, 6,04 Prozent, in Etzelwang 4,93 Prozent, in Edelsfeld 4,81 Prozent. Die ÖDP schaffte in Vilseck 4,37 Prozent, in Edelsfeld 4,29 Prozent. Die FDP war in Sulzbach-Rosenberg (3,97 Prozent) sowie in Kümmersbruck (3,64 Prozent) am stärksten. Die Bayernpartei schnitt in Kümmersbruck (3,28 Prozent) und in Freudenberg (3,10 Prozent) am besten ab.

Die höchste Wahlbeteiligung verzeichnete der Markt Rieden mit 87,57 Prozent. Ebenfalls über 80 Prozent erreichten Kastl (83,94), Ebermannsdorf (82,97), Ammerthal (82,82) und Freudenberg (82,45). Die wenigsten Wahlberechtigten gaben in Sulzbach-Rosenberg ihre Stimmen ab: 65,72 Prozent. Knapp über 70 Prozent gingen in Vilseck (70,44), Auerbach (71,14) und Hirschbach (71,95) zur Wahl.

Landkreisweit waren 81 284 Bürger wahlberechtigt, 61 003 gingen tatsächlich zur Wahl, was einer Beteiligung von 75,05 Prozent entspricht.

Info:

Zum Vergleich die Zahlen vor fünf Jahren: Damals kam die CSU im Landkreis auf 46,93 Prozent der Erststimmen, die SPD auf 24,90. Die Freien Wähler folgten mit 10,82 Prozent, die Grünen mit 4,62 Prozent. Bei den Zweitstimmen holte die CSU 46,69 Prozent, die SPD 24,89. Die Freien Wähler bekamen 10,86 Prozent, die Grünen 4,45. Stimmberechtigt waren im Landkreis Amberg-Sulzbach vor fünf Jahren insgesamt 82 010 Bürger, von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten 54 261. Dies entsprach einer Wahlbeteiligung von 66,16 Prozent.

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