17.07.2019 - 10:23 Uhr
AmbergOberpfalz

D-Programm: Vorzeige-Stadtteil mit Bedarf

Die SPD-Stadträte befassten sich am Montagabend mit dem D-Programm. Dabei handelt es sich um einen Vorzeige-Stadtteil, wie Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth ausdrücklich hervorhob. Doch das heißt nicht, dass es nicht noch besser ginge.

Die SPD-Stadtratsfraktion und einige Kandidaten, die im März 2020 gewählt werden wollen, befassten sich bei einem Ortstermin mit dem D-Programm sowie der Bau- und Radwegsituation in Amberg.
von Autor GFRProfil

Dieses Wohngebiet sei ein Musterbeispiel dafür, wie man bezahlbaren Wohnraum gestalten kann, sagte Birgit Fruth. An ihrer Seite waren einige SPD-Stadträte und Bewerber, die das nächstes Jahr nach den Kommunalwahlen sein wollen.

Zeit sei es geworden, dass die Bewohner des D-Programms ab Herbst einen fußläufig erreichbaren Nahversorger erhalten, der derzeit unmittelbar am Kreisverkehr beim ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus gebaut wird. Dass die Straße, die vom Kreisel in Richtung Liebengrabenweg abzweigt, nach wenigen hundert Metern plötzlich endet, dafür haben die Sozialdemokraten kein Verständnis.

"Wir brauchen im Industriegebiet Amberg Süd unbedingt Flächen, auf denen Lastwagen abgestellt werden können", sagte Stadträtin Simone Böhm-Donhauser und verwies auf das Industriegebiet Immenstetten, wo unzählige Lkw-Fahrer ihre Ruhezeiten einhalten können. Böhm-Donhauser bemängelte auch, dass es in Amberg zu wenig bezahlbaren Wohnraum gebe und berichtete aus eigener Erfahrung, dass sie ein Vermietungsangebot schon nach wenigen Stunden aus dem Internet entfernt habe, weil sie mit Anfragen überhäuft worden sei. Birgit Fruth hatte noch ein anderes Thema parat, das sie ansprechen wollte: "Warum wird die weniger als einen Kilometer lange Lücke beim Radweg zwischen Köfering und Amberg nicht geschlossen und warum verlief unser Antrag auf Ausbau des Radwegenetzes in Amberg vom 31. Oktober 2015 im Sande?" Die Fraktionschefin wundert sich, dass jetzt aus der CSU-Fraktion der nahezu gleiche Antrag kommt und groß herausgestellt wird. Auch Fraktions-Vize Uli Hübner meldete sich zu Wort. Er kenne viele junge Familien, die ein Haus oder eine Wohnung suchen. Aber: "Wir haben zu wenig Angebote in Amberg." Die städtische Planung sei Stückwerk, es fehle ein vernünftiger Gesamtplan. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung sei nun das Neubaugebiet Kennedystraße Süd 2, das auf dem ehemaligen Sportplatz der Möhlkaserne entwickelt wird Auf einem etwa vier Hektar großen Areal seien über 20 Parzellen für Einzelbebauung und sechs Doppelhäuser geplant, wusste Hübner zu berichten. Das neue Baugebiet werde vom Haager Weg her erschlossen. Voraussichtlich werde eine der Straßen in diesem Wohngebiet Franz-Xaver-Kemeter-Straße heißen. Einen entsprechenden Antrag hatte die SPD-Stadtratsfraktion im Vorfeld eingebracht.

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