23.08.2019 - 14:35 Uhr
AmbergOberpfalz

Dauerblitzer auf Zeit in der Sulzbacher Straße

Kein Busch tarnt ihn, er versteckt sich weder in einem Leitpfosten noch in einem parkenden Auto: In der Sulzbacher Straße steht seit Mittwoch ein teil-stationärer Blitzer. Es ist ein Pilotprojekt und Folge des Blitzmarathons.

In der Sulzbacher Straße steht ein Gerät, dass ständig die Geschwindigkeit misst. Alle sieben Tage steht es an einem anderen Ort.
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

Er ist rund um die Uhr im Einsatz und macht nie eine Pause: Der teil-stationäre Blitzer in der Sulzbacher Straße soll für eine Woche die Autofahrer entlarven, die zu schnell unterwegs sind. Der graue Kasten, den der Zweckverband für kommunale Verkehrssicherheit (ZVKVS) installiert hat, ist schon von weitem zu sehen. Er steht auf Höhe der Luitpoldhütte zwischen dem alten Stellwerk und der Pforte stadteinwärts. Die "Alte Straße", wie die Sulzbacher Straße genannt wird, ist innerorts. 50 Kilometer pro Stunden darf man hier maximal fahren.

Bis zu 144 Kilometer pro Stunde gemessen

Eine prädestinierte Stelle, vor allem, weil beim Blitzmarathon des ZVKVS dort besonders viele und hohe Verstöße gemessen wurden, mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 144 Kilometern pro Stunde. "Wir wollen niemanden abzocken. Aber viele Verkehrsteilnehmer fahren einfach zu schnell", erläutert Sandra Schmidt, kommissarische Geschäftsführerin des ZVKVS. Die Erfahrung zeige, dass regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen die Verstöße stark reduzieren. "Wir hoffen, dass sich dieser Effekt auch durch den Einsatz der Semistation zeigt", sagt Schmidt. Ihr sei bewusst, dass sich so ein Dauerblitzer schnell herumspricht. Es gibt Facebook und Whats-App-Gruppen, welche die Nachricht, dass irgendwo ein Blitzer steht, innerhalb weniger Minuten verbreiten. Ein Effekt sei damit trotzdem erzielt. "Das bewirkt, dass an dieser Stelle langsamer gefahren wird und somit die Verkehrssicherheit erhöht wird", berichtet Schmidt.

Rasen ist häufigste Ursache bei Verkehrsunfällen

Zu hohe Geschwindigkeit sei die häufigste Ursache für tödliche Verkehrsunfälle, so Schmidt. Dies müsse man den Leuten vor Augen führen. Öffentliche Aktionen wie ein gut platzierter Blitzer sollen Verkehrsteilnehmer zum Umdenken bewegen. "Die Semistation wird vermutlich kein Allheilmittel gegen notorische Verkehrssünder sein. Aber wir wollen durch regelmäßige Messungen die Verstöße nachhaltig senken", erklärt Schmidt.

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