Die Stadt Amberg hat gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) den Zuwendungsvertrag für das Kommunale Denkmalkonzept zur Umnutzung der Leopoldkaserne abgeschlossen. Wie beide Behörden in einer Pressemitteilung erklären, startet damit die nächste Phase für die Entwicklung des Geländes. Die Leopoldkaserne liegt im Südosten von Amberg und ist über die Leopoldstraße und die Gerresheimer Straße erreichbar. Es handelt sich um die letzte große Konversionsfläche der Stadt, ein ehemaliges Militärgelände, das nun neu genutzt werden soll. Die Fläche liegt nahe der Bahnlinie Amberg–Schwandorf und etwa 2,5 Kilometer von der Innenstadt entfernt. In direkter Nachbarschaft befinden sich das Gewerbegebiet am Bergsteig und der Stadtteil Bergsteig.
Die Gebäude der Leopoldkaserne stehen unter Denkmalschutz. Der Kasernenkomplex wurde in den Jahren 1913 und 1914 als Artilleriekaserne gebaut und um zwei Innenhöfe angelegt. Im nördlichen Bereich stehen unter anderem Mannschaftsgebäude, Wirtschaftsgebäude, das ehemalige Pferdelazarett und ein Offizierskasino aus dem Jahr 1936. Zwei Gebäude auf der Ostseite wurden bereits zu Wohnungen umgebaut und sind nicht Teil der aktuellen Untersuchung. Der südliche Innenhof wird von sechs ehemaligen Pferdeställen umschlossen.
Untersuchung des Bestands
Die derzeit leerstehenden denkmalgeschützten Gebäude sollen künftig wieder genutzt werden. Zusätzlich plant die Stadt, den südlichen Innenhof zwischen den ehemaligen Pferdeställen behutsam weiterzubauen. Damit das gut und denkmalgerecht gelingt, braucht es zunächst eine genaue fachliche Grundlage. Das Kommunale Denkmalkonzept untersucht deshalb den Bestand sehr genau. Fachleute prüfen die Statik der Gebäude, dokumentieren Schäden und erstellen eine Baualterskartierung. Gleichzeitig erarbeiten sie Vorgaben für eine denkmalverträgliche Nachverdichtung im südlichen Hof. Dabei geht es zum Beispiel um die Größe neuer Gebäude, passende Dachformen, die Zahl der Geschosse und die Bebauungsdichte.
Ziel des Konzepts ist es, verlässliche Grundlagen für die weitere Planung zu schaffen. Die Stadt Amberg will damit gute Entscheidungen für die Zukunft des Areals treffen und die Voraussetzungen für eine gelungene Umgestaltung schaffen. Wichtig ist der Stadt auch die Beteiligung der Öffentlichkeit. Während die Planungsgrundlagen erarbeitet werden, informiert die Stadt fortlaufend über den Prozess. Bürgerinnen und Bürger können sich in verschiedenen analogen und digitalen Formaten einbringen.
60 Prozent Förderung
Das Konzept kostet insgesamt 100.555 Euro. Das BLfD fördert das Projekt mit 60.333 Euro, was 60 Prozent der Gesamtkosten entspricht. Die Stadt Amberg übernimmt den Eigenanteil in Höhe von 40.222 Euro. Die Entwicklung der Leopoldkaserne ist für Amberg ein wichtiger Schritt. Seit dem Abzug der Panzerbrigade 12 im Jahr 2018 bietet das Gelände eine besondere Chance für die Stadtentwicklung. Mit dem Ankauf der Fläche durch die Stadt Amberg beziehungsweise die Stadtentwicklungsgesellschaft Amberg mbH im Sommer 2024 wurde der Weg für eine neue Nutzung frei. Ziel ist ein attraktiver, lebendiger und lebenswerter neuer Stadtteil, der einen Mehrwert für ganz Amberg schafft.
Bereits im Vorfeld hat die Stadt vorbereitende Untersuchungen durchgeführt. Dabei wurden die baulichen, strukturellen und städtebaulichen Rahmenbedingungen geprüft und Ziele für die Sanierung und die künftige Entwicklung festgelegt. Mit dem jetzt abgeschlossenen Vertrag geht die Stadt Amberg den nächsten wichtigen Schritt für eine denkmalgerechte und zukunftsorientierte Entwicklung der Leopoldkaserne.
Diese Meldung basiert auf Informationen der Stadt Amberg und des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege.













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