18.11.2019 - 12:14 Uhr
AmbergOberpfalz

Doppeltes Linksabbiegen am Pfalzgrafenring ist jetzt dauerhaft möglich

Das doppelte Linksabbiegen von der Bayreuther Straße in den Pfalzgrafenring hat sich offensichtlich bewährt. Denn aus dem im März 2018 beschlossenen Modellversuch wird eine Dauereinrichtung.

Das doppelte Linksabbiegen von der Bayreuther Straße in den Pfalzgrafenring hat sich offensichtlich bewährt. Denn aus dem im März 2018 beschlossenen Modellversuch wird eine Dauereinrichtung.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Die Polizei sieht es unproblematisch, das Straßenverkehrsamt auch, der Zweckverband Nahverkehr ist durchaus angetan und die "normalen" Autofahrer sind es sowieso. Das Fazit des Modellversuch "Doppeltes Linksabbiegen" fällt durch die Bank positiv aus. Und so wird laut Beschluss des Verkehrsausschusses aus dem Provisorium an der Kreuzung Bayreuther Straße/Pfalzgrafenring jetzt eine feste Einrichtung. Damit bleibt auch die Fußgängerampel zwischen der Firma Stadler und dem Haus des Wohnens gesperrt.

Kaum Unfälle

Probleme gab es laut Polizei während der 18-monatigen Versuchsphase fast keine. Ein paar kleinere Unfälle - das war's. "Insgesamt gesehen kann hier von keiner relevanten Zunahme beim Unfallgeschehen gesprochen werden", heißt es dazu in den Unterlagen des Verkehrsausschusses. Und weiter: "Zudem kann davon ausgegangen werden, dass sich die neue Verkehrsführung nach einer Übergangszeit einspielen wird." Einstimmig votierte der Ausschuss für diesen Vorschlag, vergaß aber nicht, dass der ursprüngliche Antrag der JU Ammersricht auch die Kreuzung am Maxplatz für eine solche Maßnahme vorgesehen hatte.

Für Gutachten fehlen Daten

"Was ist aus dem von uns dazu in Auftrag gegebenen Gutachten geworden?", wollte Daniel Müller (CSU) von Verkehrsplaner Wolfgang Babl wissen. Der konnte aber nicht die erhoffte Antwort geben, sondern vertröstete den Ausschuss: Die Firma Siemens sei aus unerfindlichen Gründen über Monate hinweg die Daten für die Ampelauswertung schuldig geblieben, erläuterte Babl. "Das hat sich einfach so lange verzögert." Es wird also noch einige Zeit ins Land gehen, bis abschließend feststeht, ob es eine Möglichkeit gibt, an der Maxplatz-Kreuzung ebenfalls doppelt in den Pfalzgrafenring abzubiegen. Gerade hier wollte die Ammersrichter Junge Union durch die Maßnahme vor allem den Bussen ein schnelleres Abbiegen ermöglichen. Denn oft verlieren sie hier wertvolle Minuten in ihrem Fahrplan.

Aus dem Verkehrsausschuss:

Lösung für Raigering sollte sehr einfach sein

Bei einem Ortstermin in Raigering hatten sich Vertreter der Polizei und der Verkehrsbehörde vor einigen Monaten den Kopf darüber zerbrochen, wie die für Fußgänger so gefährliche Raigeringer Kreuzung entschärft werden könnte. Daniel Müller (CSU) hatte damals einen aktuellen Anlass, einen Unfall mit einem Schulkind, aufgegriffen und zum Treffen eingeladen. Fakt ist, dass die Fußgängerampel über die Hofmark die aus Richtung Amberg kommenden Autofahrer dazu verleitet, schnell noch vor dem Gegenverkehr nach links über die Kreuzung zu huschen – und dabei achten viele von ihnen nicht auf die Fußgänger, die bei Grün Vorfahrt haben.

Nun wollte Müller im Verkehrsausschuss wissen, was aus den Plänen geworden ist, die bis hin zum kompletten Umbau der Kreuzung gingen. Norbert Füger, der Leiter des Tiefbauamts, wusste die Antwort: Die Lösung kann ganz einfach sein. Die Ampelschaltung müsste nur leicht verändert werden. „Das kostet uns ein paar Euro.“ Dann möge das bitte doch auch gemacht werden, bat Müller höflich.

Info:

Bessere Beschilderung für Fünf-Flüsse-Radweg

Rupert Natter (CSU) hatte vor einiger Zeit darum gebeten, die Beschilderung des Fünf-Flüsse-Radwegs im Stadtgebiet zu verbessern. Bisher kommt es hier immer wieder zu Orientierungsproblemen. Nun bekam er die Antwort, dass ein Schild leicht gedreht werde – ansonsten biete die Vils doch einen ständigen Anhaltspunkt, wohin die Radreise zu gehen hat. Natter war mit dieser Antwort überhaupt nicht zufrieden, er forderte massive Verbesserungen. Hier konnte ihn aber Franz Gerl vom ADFC beruhigen. Anfang Dezember wird es ein Treffen der ADFC-Radler mit Vertretern des zuständigen Kulturamtes kommen. Inhalt des Gesprächs soll es sein, die angemahnte Beschilderung für den Radweg besser zu machen. „Denn heuer sind da massive Beschwerden gekommen“, wusste Franz Gerl.

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