19.06.2018 - 14:05 Uhr
AmbergOberpfalz

Dr. Luppa putzmunter an der Bambusbar

Das Möbelhaus Frauendorfer hat ein Herz für Afrika. Nicht nur, weil es Bambustheken verkauft, die sich gut für Fotos mit landestypischem Flair eignen, sondern auch weil es immer wieder für die Arbeit der Projekthilfe Dr. Luppa dort spendet.

Die Kulisse mit einer Bambusbar samt exotischen Früchten im Eingangsbereich von Möbel Frauendorfer hätte nicht besser fürs Foto passen können: Dort übergab Geschäftsführer Markus Frauendorfer (rechts) seinen Spendenscheck symbolisch an Projekthilfe-Vorsitzenden Ulrich Siebenbürger und Togo-Betreuer David Djore Dare (von links), der in seiner afrikanischen Heimat oft für Vereinsgründer Dr. Dietrich Luppa gehalten wird.
von Thomas Amann Kontakt Profil

Amberg. (ath) Schon zwei Mal waren es jeweils 5000 Euro, die das Unternehmen an der Ruoffstraße für Frauenprojekte auf dem Schwarzen Kontinent stiftete. Den identischen Betrag - erneut 5000 Euro - hat Geschäftsführer Markus Frauendorfer jetzt für Aufbau und Betrieb einer Realschule in Togo lockergemacht. Das ist aktuell die größte und aufwendigste Maßnahme von Ambergs Entwicklungshilfeorganisation im Ort Bassar, fast 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lomé (www.onetz.de/-d1823415.html). Das Gebäude für vier Klassen mit rund 240 Schülern ist nahezu fertig, im September soll dort samt Kantine der Unterrichtsbetrieb beginnen - aufgrund des guten Fortschritts ist bereits zusätzlich ein Kindergarten in Planung.

Über all das informierte Markus Frauendorfer neben Projekthilfe-Vorsitzendem Ulrich Siebenbürger David Djore Dare. Der gebürtige Togolese, der seit fast 25 Jahren mit seiner Familie in der Oberpfalz lebt und hier arbeitet, begleitet alle notwendigen Schritte in seiner ehemaligen Heimatstadt und ist immer wieder zur Überwachung persönlich vor Ort. Seine Präsenz dort und das immer mit dem Namen des Amberger Vereins verbundene Engagement haben nach seiner Auskunft dazu geführt, dass er von Einheimischen für Dr. Dietrich Luppa gehalten wird.

Als solcher tritt David Djore Dare natürlich nicht auf - zumal der einstige Gründer und Ehrenvorsitzende der Projekthilfe seit 2004 verstorben ist. Aber aus Anerkennung und Respekt für die Leistung aus Amberg wird er nach eigener Schilderung immer wieder so angesprochen - und klärt den Irrtum jedes Mal auf. Wichtig aber ist ihm und Ulrich Siebenbürger, dass sämtliche Spenden durch den direkten Draht unmittelbar vor Ort landen und über keinerlei staatliche oder behördliche Umwege mit möglichen Abzügen geleitet werden müssen.

Das war es auch, was Markus Frauendorfer erneut überzeugt hat, großzügig zu spenden. Und dass er den symbolischen Scheck quasi an Dr. Dietrich Luppa übergeben konnte, fand er ebenso amüsant, obwohl der Schwarzafrikaner mit fast zwei Metern Größe dem ehemaligen Amberger Allgemeinarzt gar nicht ähnlich sieht. Aber David Djore Dare setzt im Namen seiner Organisation dessen gutes Werk in Togo fort.


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