Amberg
15.05.2023 - 11:12 Uhr

Duft nach Marihuana führt die Polizei direkt zur Quelle

"Professionelle" Kiffer müssten es eigentlich wissen: Wer einen Joint raucht, muss damit rechnen, dass das jemand riecht. Das scheinen aber alle Beteiligten hier nicht gemerkt zu haben.

Immer der Nase nach. So hat die Polizei in Amberg und Kümmersbruck jetzt zwei Kiffer erwischt. Bild: Daniel Karmann
Immer der Nase nach. So hat die Polizei in Amberg und Kümmersbruck jetzt zwei Kiffer erwischt.

Wegen einer Streitigkeit wurde am Sonntag gegen 14.45 Uhr eine Streifenbesatzung der Polizei in den Amberger Stadtosten gerufen. Ein 20-Jähriger und ein 48-Jähriger hatten die Polizeibeamten alarmiert, nachdem sie eine verbale Streitigkeit nicht ohne professionelle Hilfe lösen konnten. Während die beiden Männer den Sachverhalt schilderten, stellten die Polizisten aber fest, dass es ziemlich intensiv nach Marihuana roch. Und prompt fanden sie beim 20-Jährigen eine geringe Menge der verbotenen Substanz. Der junge Mann muss sich nun wegen eines Vergehens nach dem Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Eine gute Stunde zuvor, gegen 13 Uhr, hatte eine Polizeistreife bereits in Kümmersbruck "Witterung aufgenommen". Die beiden Beamten der Polizeiinspektion sahen laut Polizeibericht nämlich, wie ein 38-Jähriger auf seinem Balkon einen Joint rauchte. "Der auffällige und intensive Geruch führte die Polizisten zu dem Konsumenten", heißt es im Polizeibericht. Bei Erblicken der uniformierten Streifenbesatzung versuchte der Mann zwar noch, den Joint verschwinden zu lassen. Was jedoch nicht mehr gelang. Die Polizisten stellten den Joint sicher und leiteten ein Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz ein. Bei einer weiterführenden Kontrolle konnten noch weiteres verbotenes Rauschmittel aufgefunden werden.

 
Kommentare

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Ralf Blandowski

Sehr befremdlich mit welchem Elan die Polizei gegen Konsumenten vorgeht.

Der Burner ist aber folgendes:
Jegliche Strafen und Verfahren, die nach Einführung des Cannabisgesetz legal wären, werden ohne weiteres eingestellt.

Vielleicht sollte die Zeitung mal folgendes schreiben:

Wer heute mit Mengen von max. 25 gr aufgegriffen wird, wird auch wenn er heute angezeigt wird, in naher Zukunft die Strafe entweder aus dem register getilgt bekommen, oder sollte das Verfahren noch anhängig sein dann wird das Verfahren straflos eingestellt werden.

Wenn die Verfolgung schon vorher wenig Sinn gemacht hat, sollte spätestens mit der Amnesie Regelung jegliche Verfolgung im Kleinstbereich obsolet werden.
Wer natürlich geil ist für den Papierkorb zu arbeiten, der kann natürlich bis zum Schluss kleine Mengen jagen und anzeigen......

Da wir aber sehr viele andere Kriminalitätsfelder haben wo die Polizei unterbesetzt ist (z.b. Dark net, kinderpornografie etc.), kann man über solche Berichte nur den Kopf schütteln.
Onetz sollte sich ebenfalls schämen solche Berichte zu bringen....

15.05.2023
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