12.06.2019 - 12:16 Uhr
AmbergOberpfalz

Energiepläne der AOVE: Jetzt geht's um Großverbraucher und Freibäder

Die Kommunen haben es in der Hand, betont Professor Markus Brautsch (Institut für Energietechnik/Ostbayerische Technische Hochschule OTH Amberg-Weiden). Er meint die Energiewende.

Simon Hein, Markus Brautsch und Thomas Gollwitzer (von links) vom Institut für Energietechnik zogen Zwischenbilanz bei der Umsetzung der kommunalen Energiepläne der AOVE-Kommunen.
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Die Kommunen haben es in der Hand, betont Professor Markus Brautsch (Institut für Energietechnik/IfE, Ostbayerische Technische Hochschule/OTH Amberg-Weiden). Er meint die Energiewende. Die war jetzt Thema bei der jährlichen Zwischenbilanz zur Umsetzung der kommunalen Energiepläne der AOVE.

Egal, ob von Energieeffizienz oder -einsparung, der Nutzung oder dem Ausbau von erneuerbaren Energien die Rede ist: Brautsch und seine Mitarbeiter vom Institut für Energietechnik stellten die AOVE-Kommunen als vorbildlich für Bürger und Wirtschaft hin. Zunächst skizzierte Projektleiter Thomas Gollwitzer den AOVE-Bürgermeistern, Verwaltungsmitarbeitern und AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer den Verlauf des vom Amt für Ländliche Entwicklung geförderten Projekts. Nach der Vertragsunterzeichnung im Mai 2017, der Auftakt-Veranstaltung im September und einer Zwischenbilanz im Juni 2018 stehe nun der nächste Austausch an, sagte Gollwitzer. "Über 25 Projekte sind unsererseits abgeschlossen", rund 40 Prozent davon setzten die Kommunen bereits um oder täten dies demnächst, teilte Brautsch erfreut mit. Schwerpunkte seit der vergangenen Bilanz waren unter anderem die Umrüstung der Innenbeleuchtung auf LED, Energieausweise für kommunale Gebäude und die Berechnung von Photovoltaik-Anlagen mit Eigenverbrauch-Nutzung. Der Fahrplan 2019 liegt bei den Pumpwerken im Wasser- und Abwasserbereich mit Fokus auf den Großverbrauchern. Auch die Freibäder stehen auf dem Prüfstand. Konkret geht es um Optimierungspotenziale für Anlagentechnik und Effizienz-Maßnahmen.

IfE-Mitarbeiter Simon Heim ging auf Photovoltaik (PV) für kommunale Anwendung ein. Er veranschaulichte, warum PV auch für Kommunen nach wie vor interessant ist, welche Ansatzpunkte sich dabei bieten und wie es sich mit den Stromspeichern verhält. Auch das Problem der Drittbelieferung aufgrund des seit Januar 2019 geltenden Energiesammelgesetzes (EnSaG) sprach er an. Als Beispiel für Dritte, die man leicht vergisst, nannte er Getränkeautomaten oder einen extern vergebener Kiosk in der Schulaula. Baustrom und -container fallen ebenfalls darunter.

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