18.04.2019 - 13:12 Uhr
AmbergOberpfalz

Ermittlungen im Fall Kalweit laufen noch auf Hochtouren

Während die Polizei bei Fall Monika Frischholz in Flossenbürg einen Wald umgräbt und mit einem Großaufgebot nach der Leiche des 1976 verschwundenen Mädchens sucht, geht es im Amberger Fall Kalweit aus dem Jahr 1980 deutlich ruhiger voran.

Die 38-jährige Gertrud Kalweit wurde 1980 grausam ermordet.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Wie Polizeisprecher Florian Beck auf Nachfrage sagt, laufen die Ermittlungen hier noch. "Auf unseren Fahndungsaufruf hin sind noch einmal zwölf Hinweise eingegangen", sagt Beck. Die müssten jetzt Schritt für Schritt abgearbeitet werden.

"Wir habe eine Menge an Spuren abzuarbeiten und Personen, mit denen wir reden müssen", bittet Beck um Verständnis, dass es im Fall Kalweit derzeit nicht öffentlichkeitswirksam weitergeht. Unter anderem muss laut Beck abgeklärt werden, was es mit dem Texas Willi auf sich hat, den ein Zeuge als den eigentlichen Mörder der 38-jährigen Gertrud Kalweit identifiziert haben will. Eingebunden ist laut Beck auch die Abteilung Operative Fallanalyse in München, die unter anderem sogenannte Profiler in ihren Reihen hat.

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"Das Ergebnis ist offen, die Frage, ob wir den Mörder jemals finden, ebenso", sagt Beck über den Fall, der inzwischen 39 Jahre zurückliegt. Am 20. März 1980 wurde bekanntlich die 38-jährige Fabrikarbeiterin Gertrud Kalweit nach ihrer Schicht in der Emailfabrik Baumann im Stadtgraben beim Nabburger Tor brutal vergewaltigt und ermordet.

Der Täter ist bis zum heutigen Tag auf freiem Fuß, vor einiger Zeit hat die Amberger Kripo die Ermittlungen wieder aufgenommen in der Hoffnung, mit Hilfe neuer Techniken diesen alten Fall endlich klären zu können. Wer Hinweise geben kann - auch aus zweiter Hand - kann sich mit der Kripo unter der Rufnummer 09621/890-0 in Verbindung setzen. Es sind 10 000 Euro Belohnung ausgelobt.

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