11.07.2021 - 10:44 Uhr
AmbergOberpfalz

ERSC Amberg bringt eigene Getränke auf den Markt

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Sportlich passt’s beim ERSC Amberg nach dem Aufstieg in die Bayernliga im vergangenen Jahr. Das schafft auch rund um den Verein neuen Ehrgeiz und neue Ziele. So bringt er jetzt eigene Getränke heraus.

Vorsitzender Mustafa Sugle und Alexander Stoj (von links) setzen viele Marketing-Ideen um, damit der ERSC Amberg in der Region wieder populärer wird.
von Markus Müller Kontakt Profil

Alexander Stoj und Dieter Schwanzl schwärmen für Eishockey und ganz besonders für den ERSC Amberg. „Eishockey in Amberg war schon immer bekannt für Dramatik und Leidenschaft“, sagt Alexander Stoj. Zusammen mit Schwanzl und drei anderen kümmert er sich um das Marketing des Vereins. Ihre Idee: Nachdem der ERSC ziemlich lang unterklassig gespielt hat, soll er mit dem Aufstieg in der Stadt und im Landkreis wieder populärer werden. Und dafür haben sie sich einiges einfallen lassen.

Zum Beispiel eigene ERSC-Getränke. Einen Energy- und einen Isodrink mit dem Logo der „Wild Lions“ – so heißt die ERSC-Mannschaft in der Bayernliga – gibt es seit Samstag in den Rewe-Märkten in Kümmersbruck und Sulzbach-Rosenberg. „Wir sind der zweite Sportverein in Deutschland, der in Eigenregie Getränke auf den Markt bringt“, weist Alexander Stoj auf das Besondere der Aktion hin. Die Rewe-Märkte als neue Partner des ERSC seien dafür in Vorkasse gegangen. Der Verein selbst verbinde kein finanzielles Interesse damit: „Uns geht es eher ums Image.“

"Hat mich total schockiert“

Auch bei der Unterstützungsaktion, die es einer schwer vom Schicksal gebeutelten Familie in Steiningloh ermöglichen soll, ihr Haus endlich fertig zu bauen, macht sich der ERSC gemeinsam mit Rewe stark. „Wir haben über die Amberger Zeitung von dieser tragischen Geschichte erfahren“, sagt Dieter Schwanzl. „Das hat mich total schockiert.“ Schnell sei man sich einig gewesen, dass ein großer Sportverein wie der ERSC (350 Mitglieder) hier gefordert sei zu helfen. Im ersten Schritt wurden Bademöbel und ein Fliesenleger besorgt. Am Samstag gab es in den beiden Rewe-Märkten eine Tombola, deren Erlös der Familie zugute kommt, plus eine zusätzliche Spende vom ERSC.

Die tragische Geschichte rund um die Familie in Steiningloh

Steiningloh bei Hirschau

Eine konkrete Marketing-Maßnahme sind die Kinder-Trinkflaschen mit dem Wild-Lions-Logo drauf, die der ERSC als Spende von einer Firma bekommen hat und die für fünf Euro im Stadion oder beim Hockeydealer zu kaufen sind. Die Einnahmen gehen komplett an die Jugend des Vereins.

Und das Team um Stoj und Schwanzl hat noch viele weitere Pläne: Vor Weihnachten soll es eine Sammelkollektion mit Spielergesichtern drauf geben. Bei der Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ sind Trikots oder Freikarten als Prämien ausgesetzt. Im August geht ein Rabattbuch an alle Mitglieder; darin sind Angebote von 14 Firmen in Amberg und im Landkreis, die ERSClern Rabatte geben. Gezielt für mehr junge Spieler auf dem Eis soll eine Aktion sorgen, bei der Kinder „für kleines Geld“ das Schlittschuhfahren lernen können und dabei die Ausrüstung gestellt bekommen.

Heimspiele im Kino?

Damit sind die Ideen der Marketing-Verantwortlichen aber noch keineswegs am Ende: den Stadionnamen vergeben; Heimspiele im Online-Stream präsentieren und vielleicht sogar ins Kino übertragen, eventuell auch Auswärtsspiele; eine 8x2,60 Meter große LED-Leinwand im Stadion für Werbeclips; eine Tombola am 7. August bei K&B Expert, die ausschließlich der ERSC-Jugend zugute kommt – das alles steht demnächst auf der Tagesordnung oder ist sogar schon umgesetzt.

Stoj und Schwanzl wollen die Begeisterung für Eishockey in Amberg wieder wecken. Dann sollte bis zum Jahresende auch die Zahl von 500 Mitgliedern zu erreichen sein. Ziel von Stoj und Schwanzl ist es, alte Fans wiederzugewinnen, die sich zwischenzeitlich dem Eishockey entfremdet hatten, aber auch neue. Dass eine sehr positive Entwicklung des ERSC möglich ist, davon sind sie überzeugt: „Das ist ein Gigant, der noch schläft.“

Hintergrund:

Kennzahlen des ERSC Amberg

  • 250 Aktive
  • 350 Mitglieder
  • 833 Zuschauer durchschnittlich bei Heimspielen
  • 3000 Facebook-Abonnenten
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