16.09.2021 - 17:30 Uhr
AmbergOberpfalz

Die etwas anderen Fragen an ... Markus Sendelbeck (Linke, Amberg)

Der Direktkandidat der Linken im Wahlkreis Amberg stellt sich den etwas anderen Fragen: Markus Sendelbeck über Glaubwürdigkeit in seinem Beruf, Flecken auf Hemden und seine Zinnfiguren-Sammlung

Markus Sendelbeck kandidiert für die Linke für den Bundestag.
von Julian Trager Kontakt Profil

Der 37-Jährige lebt in Pyrbaum (Kreis Neumarkt) und ist in Pandemiezeiten Hygienebeauftragter für die städtischen Pflegeeinrichtungen in Nürnberg. Sendelbeck kandidiert für die Linke im Wahlkreis Amberg.

ONETZ: Mal ehrlich: Wie oft haben Sie in der Pandemie gegen die Corona-Regeln verstoßen? Welche war’s oder waren es?

Markus Sendelbeck: Als Hygieniker für die städtischen Pflegeeinrichtungen war ich in Nürnberg in fast allen Corona-Hotspots und habe den Kampf gegen die Pandemie direkt mitgeführt. Vom Aufbau von Isolationsbereichen bis hin zur Entwicklung von Schutzkonzepten, Hygienekontrollen und Schulungen der Mitarbeiter. Die ständige Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft in meiner Arbeit haben mir in den Hochphasen der Pandemie somit nicht wirklich die Zeit gegeben, gegen die Corona-Regeln zu verstoßen. Freizeit gab es nicht wirklich. Dadurch dass es meine Arbeit ist, die Einhaltung der Corona Regeln in unseren Einrichtungen mit sicherzustellen, nehme ich diese Regeln für mich selbst auch sehr ernst. Ansonsten fände ich es unglaubwürdig "Wasser zu predigen, und Wein zu trinken", wie man so schön sagt.

ONETZ: Würden Sie sich auch in Lederhose in den Bundestag setzen?

Markus Sendelbeck: Mein alter Marketing-Professor erschien immer im Anzug zu unserem Unterricht. Als er sich mal mittags einen kleinen Fleck auf seinem Hemd zuzog, ging er zu seinem Auto und holte sein Wechselhemd. Darauf angesprochen, dass er sich wegen uns Studenten keine Umstände machen muss, teilte er mit, dass er dies auch aus Respekt gegenüber uns Studenten tue. Jeder seiner Zuhörer hätte den gleichen Respekt verdient. Mir gefällt diese Denkweise bis heute, denn sie beinhaltet die absolute Notwendigkeit des Respekts für seinen Gegenüber. Daher bevorzuge ich einen formelleren Anzugsstil bei der politischen Arbeit in der Öffentlichkeit vor einer Lederhose.

ONETZ: Über welche peinliche Aktion von Ihnen können Sie heute lachen?

Markus Sendelbeck: Als ich meiner ersten Partnerin meine Zinnfiguren-Sammlung erklärt habe.

ONETZ: Beschäftigen Sie zu Hause eine Reinigungskraft oder machen Sie selbst sauber?

Markus Sendelbeck: Ich bin immer dankbar, wenn ich einen Gärtner finde, der mich bei der Gartenarbeit unterstützen kann. Ansonsten komme ich ganz gut zurecht.

ONETZ: Was ist das teuerste Kleidungsstück, das Sie besitzen?

Markus Sendelbeck: Mein Anzug, welchen ich mir für die Hochzeit meines Bruders habe anfertigen lassen. Preislich waren das damals ungefähr 700 Euro.

ONETZ: E-Bike oder noch normales Fahrrad – wie sind Sie unterwegs?

Markus Sendelbeck: Ich besitze ein normales Fahrrad und nutze es gerne. Leider nicht so häufig, wie ich gern würde, da ich beruflich viel auf mein Auto angewiesen bin. Ich schaffe es aber, in den warmen Monaten mindestens einmal die Woche von Pyrbaum mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Nürnberg zu fahren. Das freut mich immer. Auch regelmäßige Fahrradtouren mit Freunden, zuletzt den Rhein entlang, sagen mir sehr zu.

Die Direktkandidaten im Wahlkreis Amberg

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Hintergrund:

Die Serie

Reden wir mal über was anderes: Wir haben den Direktkandidaten der größeren Parteien allesamt dieselben Fragen gestellt. Dabei geht es nicht um Politik, sondern um Privates.

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