25.07.2018 - 17:01 Uhr
AmbergOberpfalz

Eine Feier zum 100. Geburtstag: Jubiläum im Marienheim

100 Jahre Marienheim - das Jubiläum lockte am Mittwoch zahlreiche Ehrengäste sowie Heimbewohner, deren Angehörige und die Kinder der Tagesstätte in den Innenhof der Anlage. Beim Festakt gab es eine Premiere.

Bischof Rudolf Voderholzer bei der Predigt in der Basilika St. Martin. Die Heimbewohner und Ehrengäste lauschen interessiert.
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

(anv) Der Tag begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Basilika St. Martin. Bischof Rudolf Voderholzer aus Regensburg hielt die Messe. Die Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen die Kindergartenkinder aus dem Marienheim, wofür sie und vor allem ihre Erzieher von OB Michael Cerny im Nachhinein viel Lob bekamen.

Geburtstag schon früher

Bei herrlichem Wetter feierten die Anwesenden draußen und drinnen - wo es ihnen eben besser gefiel. Unter schattigen Bäumen ließ es sich mit Bier vom Fass und frischen Bratwürsten sogar bei hohen Temperaturen gut aushalten. Der eigentliche Geburtstag des Caritas-Heims war schon am 16. Juni, wie Wolfgang Schmalzbauer, Vorsitzender des Caritasverbandes Amberg-Sulzbach, zu Beginn des Festakts erläuterte. An diesem Tag im Jahr 1918 wurde das Marienheim, benannt nach dem Trägerverein Maria Victoria, gegründet. Eine Zeit des Umbruchs, kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs.

Zu Beginn war es ein Ausbildungshaus für alleinstehende Frauen, in dem sie stricken, kochen und andere hauswirtschaftliche Fähigkeiten erlernten. Gleichzeitig gab es schon die "Kinderbewahranstalt." Der Kindergarten ist laut Schmalzbauer sogar einen Monat älter. Seit 1932 ist das Marienheim auch ein Altenheim.

Markus Schick hielt den Festvortrag "100 Jahre Marienheim - den Generationenvertrag leben". Der erste öffentliche Auftritt in Namen des Landesamts für Pflege, das er leiten wird. Im Marienheim werde der Generationenvertrag gelebt. "Jung und alt unter einem Dach. Da ist eigentlich so nahe liegend und wunderbar. Warum ist das nicht überall so?" Etwa 2,6 Millionen Menschen in Bayern seien über 65 Jahre alt. Die Lebenserwartung habe sich verdoppelt. Jetzt sei es wichtig, dass das Alter auch bei guter Gesundheit erlebt werden kann. Laut einer Studie über 100-Jährige, die Schick mit einem Augenzwinkern anführte, "kann man sich mit dem Leben ganz gut arrangieren, wenn die ersten 100 Jahre erst einmal geschafft sind". Insofern können das Marienheim nun beruhigt in die Zukunft blicken.

Generationen miteinander

Schick betonte auch, wie wichtig das Miteinander der Senioren mit den Kindergartenkindern sei. "Die Einstellung zum Alter wird schon im Kindesalter geprägt. Vielleicht sogar so weit, dass sie später einmal einen Pflegeberuf erlernen."

Bevor es dann die ersehnten Bratwürste der Raigeringer Metzgerei Schuch gab, sprach Oberbürgermeister Michael Cerny stellvertretend für alle Mandatsträger ein kurzweiliges Grußwort aus. Vom Caritas-Konzept ist er überzeugt. "Es ist so toll, wenn die Kinder mit strahlenden Augen einem Hundertjährigen ein Geburtstagsständchen singen."

Bilder von der Feier

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