Kathrein stellt den Tanz ein - an dieser alten Bauernregel zum Gedenktag der Heiligen Katharina (25. November) orientierten sich die Verantwortlichen aus dem Landratsamt und die zuständigen Heimatpfleger, als sie den Festakt Ernennung der Kirwan als Immaterielles Kulturerbe organisierten. Am Samstag, 25. November 2023, war es dann soweit. Nach dem offiziellen Teil mit Reden und Festvortrag im neu hergerichteten Saal von Schloss Theuern standen die im Mittelpunkt, um die es geht: Die Kirwapaare aus dem Landkreis. 16 davon hatten sich für den besonderen Tanz angemeldet, der mit dem Festakt verbunden war: den Kirwa-Tanz-Marathon. Dazu kamen noch je ein Gast-Paar aus Franken und Niederbayern.
Wecker musste entscheiden
Der Tanz startete um 11 und endete um 19 Uhr. Ziel war es, acht Stunden lang mit nur kurzen Pausen durchzuhalten. "Wir hatten schon mit dem einen oder anderen Ausfall gerechnet", sagte Landkreis-Touristikerin und Organisatorin Regina Wolfohr. Doch die Tänzer zeigten allesamt Kondition. Am Ende musste, wie bei der Kirwa, der Zufall entscheiden, wer die Siegprämie von 200 Litern Bier mit nach Hause nehmen durfte. Dazu wurde ein Wecker gestellt und ein Blumenstrauß im Kreis herumgereicht. Das Paar, das den Strauß in den Händen hielt, als der Wecker klingelte, hatte gewonnen: Selina Gürtler und Christian Schwabe von der Ritzenfelder Kirwa.
Gewinner waren natürlich alle - das betonte Landrat Richard Reisinger am Abend. Die Kirwa an sich, die Gemeinschaft, der Zusammenhalt und alle Teilnehmer. Reisinger unterstrich das, indem er jedem Tanzpaar zusätzlich einen Kasten Bier spendierte. "Das war toll", sagte ein Kirwamoidl, als sie sich nach der Siegerehrung die Schuhe auszog und auf den Schrittzähler ihrer Uhr blickte: "38.000 Schritte und 4000 Kalorien. Das wird morgen eher ein gemütlicher Sonntag."
Viele externe Tänzer
Durchhaltevermögen mussten auch die Musikanten beweisen. Drei Kapellen aus dem Landkreis standen abwechselnd bereit, um den Marathon zu bewerkstelligen: Die Birgländer Musikanten, die Gruppe „In Oiner Dur“ und die „Höidlbrumma“. Den ganzen Tag über schlossen sich externe Tänzer an, sie wurden am Ende immer mehr. Vielleicht auch, weil es um 20 Uhr hieß: Bühne frei für eine lange Kirwa-Fest-Nacht mit der legendären Kapelle Josef Menzl.






































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