"Erschüttert von der furchtbaren Nachricht, was gestern Nacht im Flüchtlingslager Moria in Griechenland geschah, stehen wir hier und können es nicht fassen", sagte Stefan Reuther. Der stadtbekannte Kunst- und Menschenfreund hielt eine Rede auf der spontan von Sabrina Schweiger organisierten Demo auf dem Marktplatz. Schweiger hatte die Versammlung erst am Mittwochnachmittag bei der Stadt angemeldet.
Reuther erinnerte an die Verantwortung aller Europäer: "Die Verweigerungshaltung bestimmter Regierungen, das Hinauszögern, die gegenseitigen Schuldzuweisungen haben letztendlich die Menschen dort in ihrer Verzweiflung alleingelassen", sagte er. "Allein der Wahnsinn, dass ein Lager, welches für 2600 Menschen vorgesehen war, mit bis zu 13 000 Flüchtlingen fünffach überfüllt war, lässt keinen Zweifel zu an den katastrophalen Zuständen." Nun seien Tausende Menschen auf den Straßen ohne Schutz und Obdach, dazu komme noch die Ansteckungsgefahr durch Corona.
Durch den stillen Protest wollten die Versammelten Solidarität bekunden und bekräftigen, dass die Grundrechte für alle Menschen gelten, erläuterte Reuther. "Wir danken damit auch allen Helfenden vor Ort und bitten alle, wo auch immer sie um Unterstützung gebeten werden, ihr Herz zu öffnen und auch den Geldbeutel."






















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