Amberg
15.11.2018 - 10:33 Uhr

Film-Doku "Früher oder später" im Ring-Theater

Ein Jahr begleitete ein Film-Team die Ambergerin Sandra Hirsch. Sie war in Schönsee Mit-Gründerin einer alternativen Lebensgemeinschaft. "Früher oder später" wird am Freitag, 16. November, im Ring-Theater gezeigt. Viele Darsteller kommen.

Ein Filmausschitt aus "Früher oder später": Sandra Hirsch (Mitte) mit Tochter bei einer schamanischen Pfeiffenzeremonie in der Nature Community. Bild: Zoe Schmederer
Ein Filmausschitt aus "Früher oder später": Sandra Hirsch (Mitte) mit Tochter bei einer schamanischen Pfeiffenzeremonie in der Nature Community.

"Früher oder später" ist eine tragisch-komische Doku: Sandra Hirsch erinnert der Inhalt ein bisschen an eine Mischung aus "Wer früher stirbt, ist länger tot" - nur dass die 38-Jährige selbst eine Rolle darin spielt und das Drehbuch vom Leben geschrieben wurde. Sandra Hirsch wuchs in Hohenkemnath auf. Als Mitwirkende bei der tragisch-komischen Doku-Serie gibt sie Einblick in ihr Leben in Schönsee. Sie hatte sich aus Überzeugung für eine vegane Kommune entschieden. Die Metzgerstochter und frisch gebackene Mutter erwischt die Realität in der Lebensgemeinschaft. Die Wege kreuzen sich nie, aber die Erzählstruktur des Films führt den Zuschauer auch zu Ernst und Roswitha Schöfl. Bei den Leuten aus Schönsee geben sich Leben und Tod die Klinke in die Hand. Sie sind Landwirte und Bestatter zugleich. Mit Einfühlungsvermögen und Humor begleitet der Film den Alltag des Bestatter-Ehepaares von den Wintermonaten bis zum Osterfest. „Früher oder später“ verwendet laut BR neue Erzählansätze: Die Dokumentation fängt die Realität mit einer dramaturgisch fiktional angelegten Filmsprache ein.

Ziel der Dokumentation war, ein innovatives TV-Konzept zu entwicklen. Es entstand aus einer Kooperation von Studierenden der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) sowie dem BR. Als Serie konzipiert, wird der Streifen am Freitag, 16. November, unter der Regie von Pauline Roenneberg im Ring-Theater erstmals als Film gezeigt. Nicht nur Sandra Hirsch wird dabei sein, auch Ernst und Roswitha Schöfl aus Schönsee und ihr Sohn Martin aus Sulzbach-Rosenberg. Produziert wurde der Streifen von Isabella Bertolone und Marius Ehlayil. Für die Dramaturgie war Britta Schwemm verantwortlich. Der Film hat heuer bereits mehrere Preise gewonnen, unter anderem den FFF-Förderpreis Dokumentarfilm, den No-Fear-Award "First Steps" und den Shortlist DOK.deutsch Preis. Nominiert ist er außerdem für den Deutschen Kamerapreis (Dokumentarfilm) und den Dokumentarfilm-Musikpreis. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt kostet sechs bzw. acht Euro.

 
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