24.05.2019 - 20:15 Uhr
AmbergOberpfalz

Finale fast perfekt: Amberger Thorsten Högl bei Vox

Feldsalat, gegrillte Spareribs, Apfelküchel und zwischendurch ein Schnapserl. Thorsten Högl aus Amberg verwöhnt seine Gäste in der Fernsehsendung "Das perfekte Dinner". Das bringt ihm 33 von 40 Punkten. Aber auch den Sieg?

Bevor Thorsten Högl sich an einem „perfekten Dinner“ versuchen durfte, musste er sich in einem Casting vorstellen: „Das war bei mir daheim, ich sollte einfach erzählen und spontan antworten.“
von Miriam Wittich Kontakt Profil

Von Montag bis Freitag war der 40-Jährige, der mittlerweile in Regensburg lebt und arbeitet, diese Woche jeden Abend bei Vox zu sehen. Sein "perfektes Dinner" kochte der dreifache Familienvater bereits am Montag. "Ich war froh, der Erste zu sein. Die restliche Woche konnte ich dann genießen."

Einzige Schwierigkeit: Der Montags-Kandidat bekommt vorab keine Infos, ob einer seiner Gäste Allergien hat oder zum Beispiel Vegetarier ist. "Aber ich war auf alles vorbereitet", erzählt Högl ganz entspannt. Kein Wunder: Als selbstständiger Catering-Unternehmer bekocht er jeden Tag 4000 Kinder. Nebenbei startet er gerade ein zweites geschäftliches Standbein: den Kids-Lunch. Ein Online-Vertrieb von Essen für Kinder. Seinen ersten Menü-Service eröffnete Högl einst in Amberg.

Mit seiner Leistung in der Koch-Show war der 40-Jährige zufrieden. "Vor allem hat es Spaß gemacht." Einzig die Tatsache, dass die anderen Kandidaten etwas zu früh kamen, hätte ihn kurz ein wenig aus dem Konzept gebracht. Am Freitagabend fiel dann die Entscheidung: Er wird Zweiter. Vor ihm platziert sich mit 39 Punkten Anna-Maria, die am Finaltag kochte. "Eigentlich hätte sie die volle Punktzahl bekommen müssen", sagt Högl. Keine Spur von Neid. "Sie hat wirklich geil aufgekocht." Er und die anderen Kandidaten hätten noch versucht, etwas Schlechtes zu finden, erzählt er und lacht. "Aber da gab es einfach nix." In der Regensburger Gruppe stimmte die Chemie. "Wir schreiben uns noch täglich und haben uns seit den Dreharbeiten schon zweimal zum Kochen getroffen."

Für die gute Stimmung sei jedoch auch das Kamerateam verantwortlich gewesen. "Die waren super locker drauf." Gestellt sei in dieser Show laut Högl nichts. "Das ist voll authentisch. Die geben gar keine Vorgabe, sondern begleiten einen einfach durch den Tag." Der wiederum kann recht lange werden. "Um neun Uhr standen vier Mann vor meiner Tür, um halb sechs kamen noch sieben dazu. Für eine Stunde sind dann zwölf Leute in deiner Wohnung." Ausgerechnet, wenn in der Küche die heiße Phase beginnt. "Das war ein bisschen nervig." Dann ist Schichtwechsel: das erste Team geht, das zweite bleibt - und zwar bis ein oder zwei Uhr nachts. "Früher sind wir nie heim gekommen." Denn nach dem Dessert stehen die Interviews an.

"Es war anstrengend, aber auch super interessant." Zum Beispiel hätten die Fernsehleute ständig in ihre Handys getippt. "Wir haben erst gar nicht gecheckt, dass sie so untereinander kommunizieren. Sie konnten ja nicht einfach reden, weil die Kameras den ganzen Abend liefen und keine Szenen wiederholt wurden."

Zur Vorgeschichte

Amberg
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.