10.12.2019 - 10:57 Uhr
AmbergOberpfalz

Finanzspritze für die Luitpoldhöhe

Straßen und Radwege sollen ausgebaut, der Schulvorplatz neu gestaltet und ein Stadtteilzentrum geschaffen werden. Lange gibt es Bestrebungen, den "abgeschnittenen" Stadtteil Luitpoldhöhe zu entwickeln. Erfolg verspricht die Soziale Stadt.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Bedarfsanmeldung für das Städtebauförderungsprogramm 2020 bis 2023 an die Regierung der Oberpfalz gebilligt. Unter anderem soll ab 2021 die Ziegeltorbrücke saniert werden.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

Die neuen Anstrengungen fußen auf dem Integrierten städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK). Es geht um Immissionsschutzmaßnahmen, die Neugestaltung des Ortseingangs von Witzlhof und die Reaktivierung der Kleingartenanlage. "Um nun auch die Fördergrundlagen zu schaffen, soll die Luitpoldhöhe als zukünftiges Soziale-Stadt-Gebiet im Städtebauförderprogramm angemeldet werden", erläuterte Baureferent Markus Kühne im Haupt- und Finanzausschuss.

Bereits 1999 bis 2012 war Amberg mit dem Bergsteig im Förderprogramm Soziale Stadt. 2016 wurde dann das Beschlussgebiet Bergsteig II festgelegt, um die Sanierung der ehemaligen Offizierswohnblöcke der Leopoldkaserne bezuschussen zu können. In Luitpoldhöhe sollen mit einer Feinuntersuchung für 70 000 Euro zunächst die konkreten Maßnahmen identifiziert werden. Der kommunale Eigenanteil daran beträgt 28 000 Euro.

Geld für "Leben an der Vils"

Die Schaffung von Grün- und Erholungsflächen entlang der nördlichen Vils ist ebenfalls eine Maßnahme aus dem ISEK. Für die Umsetzung der Ergebnisse des Wettbewerbs "Leben an der Vils" ist mit Gesamtkosten von 4,75 Millionen Euro kalkuliert. Davon sind voraussichtlich vier Millionen förderfähig, 200 000 Euro fallen 2020 an und jeweils 1,5 Millionen in den Jahren 2021 bis 2023.

Das ehemalige Sparkassengebäude in der Herrnstraße wird zu einem Bürgerzentrum umgebaut. Von den veranschlagten Kosten in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro sind wohl vier Millionen förderfähig. Hiervon fallen etwa 370 000 Euro 2020 an. Deutlich wurde im letzten Hauptausschuss, dass in den kommenden Jahren mit zwei Baustellen in der Altstadt zu rechnen ist. Ab 2021 ist geplant, sowohl Ziegeltorbrücke als auch Basteisteg zu sanieren. 2020 fallen nur Planungskosten an, die zusammen mit den Sanierungskosten gefördert werden können. Bei der Ziegeltorbrücke sind förderfähige Kosten von je 500 000 Euro 2021 und 2022 geplant, beim Basteisteg 100 000 Euro 2021.

Zudem soll innerhalb der Altstadt ein Brachflächenkataster aufgebaut werden, wofür ab 2022 mit ersten förderfähigen Kosten in Höhe von 45 000 Euro gerechnet wird. In die Bedarfsanmeldung für das Städtebauförderungsprogramm fallen auch kleinere Maßnahmen wie Konzepte zum Erhalt der historischen Stadtmauer oder zur Gestaltung von Plätzen in der Altstadt - zum Beispiel am Malteser.

Die voraussichtlichen Kosten für die Sanierung der Bergwirtschaft auf dem Mariahilfberg betragen sechs Millionen Euro, wovon allerdings nur der Sanierungsanteil gefördert werden könne. Dieser beläuft sich schätzungsweise auf zehn Prozent, von denen voraussichtlich 100 000 Euro 2020 anfallen, der Rest von 500 000 Euro dann 2021.

Seit Mitte des Jahres lägen Konzepte zur Entwicklung des ehemaligen Schlachthofs in der Schlachthausstraße vor, ein privater Investor sei an diesem Standort interessiert. Die Maßnahmen, die Ertragsüberschüsse produzieren, seien zwar von der Städtebauförderung ausgeschlossen. "Die Stadt möchte sich jedoch unterstützend an der Entwicklung des Bereichs beteiligen, da schon mehrfach Planungen für eine Aufnahme ins Programm Stadtumbau West getätigt wurden", heißt es im Sachstandsbericht.

Neuer Name für Programm

Das Fassadenprogramm der Stadt Amberg läuft Ende des Jahres in seiner alten Version ab. Es wurde durch Beschluss des Stadtrats auf das kommunale Förderprogramm der Stadt Amberg zur vereinfachten Förderung privater Sanierungsmaßnahmen umgestellt. Die Laufzeit beträgt erneut fünf Jahre. Die förderfähigen Kosten beliefen sich bisher auf jährlich 100 000 Euro und wurden nun auf 150 000 Euro pro Jahr aufgestockt.

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