19.05.2019 - 15:07 Uhr
AmbergOberpfalz

Food Trucks in Amberg förmlich überrollt

In Bayern gibt's am Sonntag Braten mit Knödel. Dass es auch anders geht, beweist das Food-Truck-Festival, das am Wochenende mehr als 15 000 Besucher auf den Hochschul-Campus lockte. Der einzige Kritikpunkt war plötzlich kein Problem mehr.

Bereits zum vierten Mal seit 2016 machte das Food-Truck-Festival in Amberg Station.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Kein Food-Truck-Festival ohne Currywurst und Burger in allen Varianten. Miguel Ortega aus Nürnberg, der das Essen-zum-Mitnehmen-Treffen in Amberg auf Einladung des Stadtmarketingvereins bereits zum vierten Mal organisierte, ging diesmal aber ganz bewusst andere Wege: "Das mit den Burgern haben wir etwas runtergefahren. Wir wollten mal ausgefallenere Sachen wie Ungarisch, Tibetisch oder Thai."

Eine Idee, die sich als gut herausstellen sollte. Denn Maximilian Mühlich aus München, der sich auf thailändische Gerichte spezialisiert hat, konnte sich zumindest am Samstag kaum vor lauter hungriger Kunden retten: "Beim Massaman-Curry ist es knapp geworden, so viel war los." Ortega geht davon aus, dass am Samstag zum Start des zweitägigen Festivals gut 8500 Leute gekommen waren. Mindestens genau so viele dürften es am Sonntag gewesen sein. Maximilian Mühlich hatte mit etwas weniger Andrang gerechnet: "Der Platz hier ist relativ eingekesselt. Du musst gezielt hier hergehen. Dennoch ist sehr viel los", sagte er am Sonntag, als sich die ersten Gourmets schon weit vor dem Start um 12 Uhr in die Schlange stellten. Unter ihnen Stefan Zintl aus Poppenricht mit Frau, Kind und Schwiegermutter: "Wir sind jedes Jahr da und freuen uns schon das ganze Jahr drauf." Einen einzigen kleinen Kritikpunkt hat der Familienvater dennoch gefunden: "Es gibt hier zu wenig Sonnenschirme. Deswegen haben wir wie letztes Jahr einfach unseren eigenen mitgebracht."

Dass das Warten aufs Essen gleichbedeutend mit Schwitzen ist, stellt für Mick Purinton kein Problem dar. Der US-Amerikaner ist mit seiner Familie aus dem Kreis Neustadt/Waldnaab extra nach Amberg gekommen: "Da ist für uns natürlich viel Bekanntes dabei, wie zum Beispiel Frozen Joghurt. Aber das heißt ja nicht, dass du dir das jeden Tag selbst zubereitest." Apropos Amerikaner: Miguel Ortega vermutet, dass an beiden Tagen gut 50 Prozent der Festival-Besucher aus den Vereinigten Staaten stammten: "Der Stadtmarketingverein hat das diesmal ganz bewusst in den Kasernen beworben." Gerade die Zusammenarbeit mit Geschäftsstellenleiterin Simone Plail weiß der Veranstalter zu schätzen: "Wenn wir dürfen, kommen wir gerne wieder."

Das hat vor allem einen Grund - den Hochschul-Campus. Ortega schwärmt: "Wir haben pro Jahr ungefähr 40 verschiedene Locations. Aber die hier gehört klar zu den top Fünf."

Purer Genuss: Das Food-Truck-Festival kam übrigens komplett ohne Plastikbesteck und -teller aus.
Freie Plätze sind beim Food-Truck-Festival Mangelware.
Ein aufblasbarer Pool und Aqua-Zorbing (Bild) machten das Festival zu einem Familienfest, zu dem auch ein Kasperltheater gehörte.
Der klassische Burger bekam heuer beispielsweise Konkurrenz aus Tibet, Ungarn und Thailand.
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