02.09.2020 - 15:46 Uhr
AmbergOberpfalz

Foto-Wettbewerb rückt Simultankirchen in Fokus

Die fünfzig Simultankirchen in der Oberpfalz sind Räume mit einer ganz besonderen Aura, erzählen Geschichten vom Glauben und Leben der Menschen - und bieten tolle Motive. Ein Wettbewerb rückt diesen kulturellen Schatz in den Mittelpunkt.

Ein besonderes Detail an der Orgel in der Simultankirche des Jahres 2020, der Stephanuskirche in Edelsfeld (Landkreis Amberg-Sulzbach), wird hier gekonnt in Szene gesetzt. Taufstein St. Marien Sulzbach-Rosenberg von Stefan Gruber/ Archiv Förderverein Simultankirchen in der Oberpfalz: Der Taufstein von St. Marien in Sulzbach-Rosenberg, der „Mutterkirche“ des Simultaneums, hat eine ganz besondere Geschichte: Er war viele Jahre abgesperrt.
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Einen Foto-Wettbewerb unter dem Motto "Das Miteinander im Blick - die Simultankirchen in der Oberpfalz" organisiert das Evangelische Bildungswerk Oberpfalz (EBW) in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung und dem Förderverein Simultankirchen in der Oberpfalz. Sie laden alle Fotografie-Begeisterten ein, die Simultankirchen mit ihrer Architektur und dem Leben rund um den Kirchturm abzulichten.

Dabei zählt der Blick für das Besondere: ungewöhnliche Sichtweisen auf Details bei der Ausstattung, Lichtstimmungen oder Spuren, die von der gemeinsamen Geschichte von Evangelen und Katholiken im Gotteshaus erzählen. Mitmachen können alle, die gerne fotografieren und ihre Bilder bis zum 12. Juli 2021 beim EBW einreichen. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Übersicht der Simultankirchen in der Oberpfalz gibt es auf der Website des Simultankirchen-Radweges.

Übersicht über die Simultankirchen in der Oberpfalz

Die schönsten Bilder werden in einer Ausstellung anlässlich eines Symposiums zum Simultaneum ab Mitte September 2021 in Sulzbach-Rosenberg zu sehen sein. Danach wandert die Ausstellung durch weitere Orte in der Oberpfalz.

Die Simultankirchen in der Oberpfalz wurden ab Mitte des 17. Jahrhunderts von evangelischen und katholischen Christen gemeinsam genutzt - zum Teil bis heute. Rund fünfzig dieser Gotteshäuser gibt es in der Region zwischen Sulzbach-Rosenberg und Weiden.

Pfalzgraf Christian August von Sulzbach hatte das Simultaneum 1652 in seinem Herrschaftsgebiet eingeführt. Er wollte die Gläubigen einander näher bringen und künftige Religionskriege verhindern. Heute sind die Gotteshäuser Zeichen für religiöse Toleranz. Der Foto-Wettbewerb soll dazu beitragen, das Erbe des Simultaneums lebendig zu erhalten und Freunde für die Simultankirchen zu finden.

In Edelsfeld steht die Simultankirche des Jahres 2020

Edelsfeld

Weitere Infos und Teilnahmebedingungen

Der Taufstein von St. Marien in Sulzbach-Rosenberg, der „Mutterkirche“ des Simultaneums, hat eine ganz besondere Geschichte: Er war viele Jahre abgesperrt.

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