Manuel Werthner forderte bei dem Treffen im Bräuwirtshaus Kummert, dass Politik grundsätzlich "nicht von oben herab" gestaltet werden dürfe. In Amberg müssten die verkrusteten und eingefahrenen Strukturen endlich aufgebrochen werden, wird der OB-Kandidat in einer Pressemitteilung zitiert. Danach nennt Werthner die Ziele, die auf seiner Liste ganz oben stehen: In der Altstadt gelte es, die Wohn- und Aufenthaltsqualität zu steigern. Die Bahnhofstraße bezeichnete er in diesem Zusammenhang als "Schwarzes Loch". Die anderen Stadt- und Ortsteile dürften aber nicht vernachlässigt werden. Besonders liege Manuel Werthner die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum am Herzen.
Meier auf Platz eins
Eberhard Meier, aktuell der einzige Stadtrat der Freien Wähler, führt die Liste an. Er bewertete aus seiner langjährigen Erfahrung in der Kommunalpolitik die ablaufende Amtszeit des Kommunalparlaments. Ein Großteil der Entscheidungen sei im Einvernehmen getroffen worden. Aber der lange Leerstand der Storg-Immobilie und die seinen Worten zufolge "verfehlte Entscheidung, das Bürgerspital aus der Altstadt herauszubrechen", habe zu einer intransparenten Ausschreibung für die Nachfolgenutzung des Areals geführt. Gegen eminenten Widerstand, insbesondere gegen die öffentliche Tiefgarage mit Einfahrt in der Bahnhofstraße, habe die Stadtratsmehrheit "von Anfang bis Ende eine einzige Abwehrschlacht" geführt. Letztendlich vergeblich. Auch weitere Kandidaten für den Stadtrat nutzten die Gelegenheit, sich und ihre Ideen für ihre Heimatstadt vorzustellen. Fabian Wendl machte beispielsweise den Vorschlag, Leerstände für eine Indoor-Spielhalle zu nutzen. Veronika Niklaus machte sich für einen ehrenamtlichen Gestaltungsbeirat stark, der als zentrale Stelle die Bürger bereits in die Planung einbinden soll. Die Stadt Regensburg habe damit gute Erfahrungen gemacht.
Spitzenkandidat von 1990
Sie möchte sich aber auch für die unsere Stadtbauern einsetzen. Sie bewirtschaften und pflegen unter erschwerten Bedingungen Feld und Wald rund um die bebauten Flächen Ambergs. Auf der Liste taucht mit Uwe Hanysz auch ein Gründungsmitglied der Amberger Freien Wähler auf. Er war 1990 als Spitzenkandidat ins Rennen gegangen.
Die Kandidaten
1. Eberhard Meier
2. Manuel Werthner
3. Veronika Niklaus
4. Patricia Pulkert
5. Fabian Wendl
6. Salome Zimmer
7. Benjamin Jäger
8. Rosemarie Fischer
9. Bernhard Bäumler
10. Susanne Ritz
11. Stephan Fischer
12. Martina Werthner
13. Michael Schmutzer
14. Cornelia Jäger
15. Anton Schinhammer
16. Janina Schmidt
17. Andreas Werthner
18. Horst Carstiuc
19. Erwin Niklaus
20. Uwe Hanysz















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