02.12.2019 - 14:43 Uhr
AmbergOberpfalz

OB-Wahl: Freie Wähler nominieren Manuel Werthner

Die Freien Wähler werden am 15. März nicht nur mit einer eigenen Stadtratsliste antreten, sondern auch einen eigenen OB-Kandidaten ins Rennen schicken: Manuel Werthner.

Stadtrat Eberhard Meier (links) und Kreisvorsitzender Albert Geitner (rechts) setzen große Hoffnungen in Manuel Werthner, den knapp 30-jährigen OB-Kandidat der Freien Wähler.
von uscProfil

Die Freien Wähler nominierten einstimmig den knapp 30-jährigen selbstständigen Maschinenbauer Manuel Werthner und sind überzeugt, dass sie mit ihm auf einen jungen dynamischen Mann mit Weitblick und Sachverstand setzen. Durch seinen beruflichen Werdegang besitze er hohen wirtschaftlichen Sachverstand, sagt Werthner von sich selbst. Eines seiner Anliegen ist die rasche Umsetzung des Radverkehrskonzepts.

Eigenes Unternehmen aufgebaut

Werthner absolvierte zunächst eine Lehre zum Werkzeugmechaniker bei Siemens in Amberg, bildete sich zum Maschinenbautechniker weiter und begann währenddessen mit einer nebenberuflichen Tätigkeit als Maschinenbaukonstrukteur. Seit 2014 ist er selbstständiger Unternehmer. Er habe sich aus dem Nichts ein kleines, aber feines Maschinenbauunternehmen aufgebaut. Sich selbst bescheinigte er einen hohen wirtschaftlichen Sachverstand. "Und genau den brauchen wir im Stadtrat." Jeder Euro, der ausgegeben werde, müsse wieder eingenommen werden. Neu angesetzte Kredite in Höhe von 10 Millionen Euro müssten erst einmal wieder erwirtschaftet werden.

"Die Abwanderung der Grammer AG und die damit fehlenden Gewerbesteuereinnahmen tragen dazu bestimmt nicht positiv bei. Man könnte vom Elefanten im Porzellanladen sprechen. Das sind Geschehnisse, die unserer Stadt nachhaltig schaden. Also Nachhaltigkeit - mal wieder - genau anders herum. Vielleicht muss ich das im Stadtrat mal erklären." Weiter erklärte er, dass man mit einer "Scheinheiligkeit von Radverkehrskonzepten" nicht weiterkomme. Werthner forderte klar eine Reduzierung von Autoverkehr in der Innenstadt und einen enormen Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in und um Amberg. "In lebendigen, pulsierenden Städten werden Chancen genutzt, und so werde auch ich Chancen nutzen, statt sie vergehen zu lassen oder gar über 10 Jahre lang als ein Symbol der Untätigkeit in der Innenstadt zur Schau zu stellen." Er betonte, dass Lebensqualität, Miteinander und nachhaltiges Wirtschaften in allen Belangen einige seiner Grundsätze seien.

Kritik am OB und an der CSU

FW-Stadtrat Eberhard Meier wiederholte seine Kritik an der "Vernichtung archäologischer Jahrtausend-Sensationsfunde im Bürgerspitalgelände". OB Michael Cerny habe mit der CSU-Fraktion mit unglaublicher Energie die Zerstörung des Storg-Baudenkmals betrieben. Meier warf dem Stadtoberhaupt katastrophale Informationspolitik vor, auch in Sachen Umbau und Erweiterung der Bergwirtschaft oder Kanalverlegung bei der Realisierung der Tiefgarageneinfahrt.

FW-Kreisvorsitzender Albert Geitner aus Ursensollen unterstrich das Bemühen der Nachbargemeinde, gemeinsam mit Amberg was auf die Beine zu stellen. Bei der Kommunalwahl sieht er wieder ein großes Wählerpotenzial für die FW. Froh sei er, dass Grammer in der Region geblieben und nicht nach Russland gegangen sei.

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