08.01.2020 - 17:29 Uhr
AmbergOberpfalz

Fünf OB-Konkurrenten für Michael Cerny in Amberg

Sechs OB-Kandidaten und acht Stadtratslisten werden am 15. März bei der Kommunalwahl wohl um Stimmen kämpfen. Unklar ist allerdings, wie sich bis dahin die AfD positionieren wird.

Am 15. März dürfen die Amberger mindestens zwischen sechs Oberbürgermeisterkandidaten und acht Listen wählen.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Amtsinhaber Michael Cerny bekommt es bei der nächsten Kommunalwahl mindestens mit fünf Herausforderern um den Sitz des Oberbürgermeisters zu tun: Birgit Fruth (SPD), Hans-Jürgen Bumes (Grüne), Franz Badura (ÖDP), Manuel Werthner (Freie Wähler) und Markus Mrozek (Bayernpartei). Wobei Letzterer noch eine entscheidende Hürde überspringen muss, um kandidieren zu können: Er benötigt 215 Stützunterschriften. Stand Dienstagabend hatte er gerade eine einzige eingesammelt.

Drei Parteien haben zwar noch nicht offiziell ihre Liste für den Stadtrat abgegeben, aber auch bei ihnen gilt es als ausgemacht, dass sie bis zum Stichtag (Donnerstag, 23. Januar, 18 Uhr) eine solche vorlegen werden. Dann werden voraussichtlich folgende Parteien und Gruppierungen um die 40 Sitze im städtischen Parlament kämpfen: CSU, SPD, Grüne, ÖDP, Amberger Bunt, Freie Wähler, FDP und Die Liste Amberg. Aber auch für diese Gruppe gilt: Sie muss 215 Amberger dazu bringen, freiwillig und unter Vorlage des Personalausweises im Einwohneramt am Hallplatz zu unterschreiben.

Am Dienstagabend waren es 187 Stimmen, die sie bereits beisammen hatte. Stichtag ist hier der 2. Februar, wie Martin Schafbauer, der Leiter des Einwohneramtes sagt. Unklar ist seiner aktuellen Einschätzung nach, ob die AfD bis zum 23. Januar ihren Hut in den Ring wirft. Sie würde übrigens als Landtagspartei keine Stützunterschriften benötigen, weder für eine Stadtratsliste noch für einen OB-Kandidaten oder eine OB-Kandidatin.

Wer nämlich - egal ob als Partei oder freie Gruppierung - bei der letzten Landtags- oder Europawahl sowie bei der Bundestagswahl innerhalb von Bayern mindestens fünf Prozent der gültigen Stimmen erreicht hat, braucht keine zusätzlichen Unterschriften sammeln. Gleiches gilt für Parteien oder Gruppen, die die letzten 90 Tage vor der Wahl schon im Stadtrat vertreten waren.

"Die 215 Unterschriften sind die größte Hürde", weiß Martin Schafbauer, der als Leiter des Einwohneramtes sehr exakte Vorgaben hat, wann und wie den Bürgern die Möglichkeit zur Unterschrift zu geben ist. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass am 23. und 27. Dezember zwar die gesamte Stadtverwaltung geschlossen war - nicht aber das Einwohneramt. Außerdem muss es zusätzliche Öffnungszeiten außerhalb der üblichen Geschäftszeiten geben, um jedem Amberger theoretisch die Möglichkeit für eine Unterschrift einzuräumen.

Aus diesem Grund macht die Behörde am Donnerstag, 30. Januar, bis 20 Uhr auf, dazu am Samstag, 1. Februar, von 10 bis 12 Uhr zusätzlich. Wichtig ist laut Schafbauer: Die Kandidaten dürfen nicht selbst für sich oder ihre Liste unterschreiben. Und eine einmal geleistete Unterschrift könne auch nicht mehr zurückgezogen und einer anderen Liste gegeben werden.

OB Michael Cerny (CSU)
Birgit Fruth (SPD)
Hans-Jürgen Bumes (Grüne)
Franz Badura (ÖDP)
Manuel Werthner (Freie Wähler)
Markus Mrozek (Bayernpartei)
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