Der Vorsitzende der Projekthilfe, Ulrich Siebenbürger, stellte das Gesamtprojekt bei einem Informationsabend im Pfarrzentrum St. Michael vor. Der Sprecher des Sachausschusses Mission, Entwicklung, Frieden des Pfarrgemeinderates der Pfarrei, Matthias Wollmann, hatte dazu eingeladen. Zunächst sagte Siebenbürger: "In der burkinischen Gesellschaft verliert eine Witwe nicht nur ihren Mann, sondern auch den Platz in der angeheirateten Familie und damit ihre Wohnung und den zur Selbstversorgung notwendigen Garten." In der Hauptstadt Ouagadougou gründete nach seinen Aussagen eine verwitwete Beamtin einen Verein als Selbsthilfegruppe und nahm betroffene Frauen in ihrem Haus auf.
Laut Siebenbürger kontaktierte der Verein die Projekthilfe Dr. Luppa und bat erfolgreich um Unterstützung. Dem Bedarf der Frauen (ohne Schulbildung und Beruf, viele Kinder) entsprechend, wurde vor Ort ein Zentrum für Witwen, Waisen und behinderte Frauen geplant, in dem sie sich gemeinsam ihren Lebensunterhalt sichern können. "Das Ziel war die Stärkung des Selbstvertrauens der Witwen, deren finanzielle Unabhängigkeit und soziale Rehabilitation sowie deren Alphabetisierung." Realisiert wurde ein Gebäudekomplex mit Versammlungssaal, Werkstatt für Seifenherstellung, Handarbeit und Weberei - inklusive Grundausstattung, Verkaufsraum, Straßenverkauf mit kleinem Restaurant sowie Sanitäranlagen und Kindergarten. Die Kosten für Gebäude und Infrastruktur schlugen laut Dr. Siebenbürger mit rund 23 000 Euro zu Buche, für Einrichtung, Arbeitsgeräte, Material und Schulung mit etwa 49 000 Euro.
Laut Dr. Siebenbürger habe man nun verstärkt die Unterstützung der Vorschulkinder des Zentrumskindergarten im Fokus. Die 35 betreuten Mädchen und Buben stammen aus ärmsten Verhältnissen. Viele sind Waisen oder lebten auf der Straße.













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