Am Freitagvormittag hatte in Amberg der Geschäftsführer eines Pizza-Lieferservices die Tageseinnahmen vom Vortag zur Bank gebracht. Als ein Angestellter des Geldinstituts die Echtheit des eingezahlten Geldes überprüfte, stellte sich heraus, dass darunter ein gefälschter 20-Euro-Schein war. Die Bank zog diesen Schein ein und übergab ihn der Polizeiinspektion Amberg. "Den Schaden hat hierbei der Einzahlende, welcher grundsätzlich keinen Ersatz für eingezahltes Falschgeld erhält", heißt es dazu im Pressebericht der Polizeiinspektion.
Weiter teilt die Polizei mit, dass im vergangenen Jahr der Anteil an Falschgeld im Zahlungsverkehr gesunken sei, der Handel mit gefälschten Banknoten aber dennoch blühe. Mit drei einfachen Tipps lasse sich Falschgeld von echten Banknoten unterscheiden, so die Polizei. Die im Umlauf befindlichen Falsifikate könnten nach dem Prüfschema „Fühlen – Sehen – Kippen“ als Fälschung erkannt werden. Ein verdächtiger Geldschein könne mit einer unverdächtigen, also echten Banknote verglichen werden und anhand der Echtheitsmerkmale als Fälschung identifiziert werden.
Um keine Spuren zu verwischen, die für polizeiliche Ermittlungen relevant sein könnten, sollte Falschgeld vorsichtig behandelt und bei der nächsten Polizeidienststelle abgegeben werden. "Insgesamt ist das Risiko, mit Falschgeld in Berührung zu kommen, jedoch als gering einzuschätzen", teilt die Polizeiinspektion Amberg mit. Wem aber eine Banknote verdächtig vorkomme, der sollte diese stets prüfen. Denn: "Das Inverkehrbringen von Falschgeld ist strafbar", so die Amberger Polizei.
Fühlen, sehen, kippen: Falschgeld erkennen
- Fühlen: Griffigkeit und Festigkeit des Papiers; fühlbare Elemente auf Vorderseite (Druckbild als Relief, Schriftzug „BCE ECB“, Schraffuren am Rand)
- Sehen: Wasserzeichen als Schattenbild; Porträt-Hologramm (bei der zweiten Euro-Serie ab 20-Euro-Note mit transparentem Fenster); Sicherheitsfaden
- Kippen: Wertzahl und Euro-Symbol (€) sowie regenbogenfarbige Veränderung auf dem Hologrammstreifen (zweite Euro-Serie: zusätzlich Porträt von Europa und Hauptmotiv); Farbwechsel bei Smaragdzahl (auf Vorderseite der zweiten Euro-Serie sowie Rückseite der ersten Euro-Serie ab
50-Euro-Note); Glanzstreifen (Rückseite)













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