11.09.2019 - 15:51 Uhr
AmbergOberpfalz

Wenn eine Gesundheitsministerin an der Tür klingelt

Es ist der Name, der Melanie Huml so gefällt: Dienstleistungszentrum für Senioren. So lautet die Bezeichnung der brandneuen Einrichtung an der Brentanostraße in Amberg, die betreutes Wohnen, Tagespflege und Gruppenarbeit vereint.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (Zweite von links) besichtigt das Seniorenzentrum an der Brentanostraße/ Haager Weg. Links: Bewohnerin Karin Haberecht.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Am Mittwoch eröffnete die Bayerische Ministerin für Gesundheit und Pflege das Seniorenzentrum Brentanostraße: 44 betreute Wohnungen, zwei ambulant betreute Wohngruppen für Menschen mit Demenz sowie eine Tagespflegeeinrichtung für 24 Personen gingen offiziell in Betrieb. Bei einem Rundgang überzeugte sie sich von dem Konzept, "von dem es in Bayern noch viel mehr geben müsste".

Eine der Bewohnerinnen des Dienstleistungszentrums ist Karin Haberecht, 81 Jahre. Während ihr Mann die Tagespflege besucht, zeigt die rüstige Seniorin der Politikerin ihre Wohnung. "Ich bin sehr, sehr zufrieden hier", betonte die Wahl-Ambergerin, die ursprünglich bei Düsseldorf wohnte. Ihre Tochter lebt in Amberg und so entschloss sich Karin Haberecht mit ihrem pflegebedürftigen Gatten in eine der barrierefreien Wohnungen zu ziehen. Hier bekommt das Paar im Notfall alles, was es braucht: von der Pflegeberatung bis zur vollständigen Versorgung. Es ist ein Komplettangebot im Quartier. Alle Appartements sind rollstuhlgerecht, barrierefrei und mit Aufzug zu erreichen. Erlaubt ist eine vollkommen eigenständige Haushaltsführung. Aber im Falle einer Pflegebedürftigkeit kann durch die Pflegestation der Schwesternschaft Wallmenich-Haus auch jederzeit eine uneingeschränkte häusliche Versorgung garantiert werden.

"Ziemlich genau vor zwei Jahren erfolgte hier am Grundstück der Spatenstich für dieses Seniorenzentrum", sagte der Geschäftsführer des Wohnungsunternehmens, Dieter Gerl. Schon damals sei das Interesse aus der Bevölkerung riesig gewesen. Trotz der grundsätzlichen Risiken habe man sich für den Bau eines solchen Großprojektes entschieden. "Und heute können wir mit Stolz sagen: Der Erfolg gibt uns Recht. Alle Wohnungen und sonstigen Räumlichkeiten sind innerhalb kürzester Zeit vermietet oder belegt worden", sagte Tatjana Richter, stellvertretende Geschäftsführerin der Schwesternschaft.

Auch OB Michael Cerny lobte Wohnungsunternehmen und Schwesternschaft für den engen Schulterschluss. Insgesamt wurden 12,5 Millionen Euro verbaut.

Melanie Huml besichtigt das Seniorenzentrum Brentanostraße am Haager Weg.
Auf dem Balkon einer Wohnung im Seniorendienstleistungszentrum (von links): Tatjana Richter, OB Michael Cerny, Melanie Huml, Karin Haberecht und Dieter Gerl.

Melanie Huml in Amberg

Amberg

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.