14.10.2020 - 18:09 Uhr
AmbergOberpfalz

Grüne: Nationalpark statt Übungsplatz

Die Grünen im Kreistag Amberg-Sulzbach machen sich Sorgen um die Stadt Vilseck. Sie wird vom geplanten Abzug amerikanischer Soldaten besonders schwer getroffen. Deshalb hat Landrat Richard Reisinger Post von der Grünen bekommen.

Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr gilt als größter und modernster Übungsplatz Europas. Die Lärmbelästigung durch die Schießbahn 213 bei Auerbach/Nitzlbuch ist für viele Anwohner eine große Belastung.

"Präsident Trump hat den Plan für einen Teilabzug der US-Soldaten aus Deutschland abgesegnet. Bald soll die Umsetzung beginnen. Nun droht der Abzug von 5500 Soldaten aus der Oberpfalz. Das trifft den Standort Vilseck im Landkreis Amberg-Sulzbach besonders heftig." So umreißt Peter Eckert, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag, das Problem. In einer Anfrage an Landrat Richard Reisinger merkt er auch an: "Auch wenn die Präsidentenwahl kommenden Monat eventuell einen Wechsel bringt, ist eine Kursänderung mehr als fraglich."

Mehr zum geplanten Abzug von US-Truppen aus Deutschland

Grafenwöhr

Deshalb hat die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen laut Pressesprecherin und Kreisrätin Yvonne Rösel eine Anfrage an den Landrat gestellt. Fraktionsvorsitzender Peter Eckert befürchtet in diesem Schreiben enorme Veränderungen und eklatante Auswirkungen auf den Arbeits- und Wohnungsmarkt. Er hinterfragt die Pläne zur Nachnutzung der Flächen und ob die Bundeswehr oder andere Nato-Einheiten Interesse an einer Weiternutzung der freiwerdenden Einrichtung geäußert haben.

Ferner erkundigt sich Eckert, ob die Reduzierung des Übungsbetriebes eine Entlastung der Lärmbelästigung bedeutet, was wohl hauptsächlich die Auerbacher betreffen würde. Die Umwidmung besonders naturschutzrelevanter Teilflächen wäre durch Umwidmung möglich, regt Eckert an: „Ich träume natürlich von einen Nationalpark an Stelle des Truppenübungsplatzes, denn hier hat sich die Tier- und Pflanzenwelt in großen Bereichen ungestört entwickeln können.“

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