02.12.2019 - 18:29 Uhr
AmbergOberpfalz

Hans-Jürgen Bumes ist Oberbürgermeisterkandidat der Amberger Grünen

Als OB-Kandidat seiner Partei hat Hans-Jürgen Bumes schon Erfahrung. Aber noch nie trat er mit so viel politischem Rückenwind an.

Schriftführerin Christina Schleicher (links) überreichte Hans-Jürgen Bumes als frisch gekürtem OB-Kandidaten der Grünen Blumen. Zur Nominierung gratulierten auch Schatzmeisterin Claudia Ried und Landtagsabgeordnete Anna Toman (von rechts).
von Autor MMAProfil

Hans-Jürgen Bumes ist Kreisvorsitzender, Stadtrat und Fraktionssprecher von Bündnis90/Die Grünen und wurde jetzt in einer Fraktionssitzung mit elf Ja-Stimmen und seiner Enthaltung zum Oberbürgermeister-Kandidaten gekürt. Anna Toman, Landtagsabgeordnete aus Bärnau, resümierte ihr erstes Jahr in München, wo sie unter anderem als schulpolitische Sprecherin und im Ausschuss für den öffentlichen Dienst arbeitet und auch Ansprechpartnerin für Fridays for Future ist.

Bumes blickte auf die vergangenen Dürresommer mit Niedrigwasser zurück und die "menschengemachte Kalamität des CO2-Ausstoßes". Das "halbherzige Päckchen der Bundesregierung" reiche für ein effektives Gegensteuern bei weitem nicht aus, konstatierte er. Sein Votum gelte besonders neuen Wegen bei einem effizienten Flächenverbrauch, einem deutlichen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs (am besten zum Nulltarif) und experimentellen Wohnformen.

Er wünsche sich verdichtetes Wohnen mit Holz als Baustoff bei Gewerbe- und Wohnflächen. Eine Ringlinie um die Innenstadt mit eigenen Radwegen und E-Bussen mit Radabstellflächen vor allem zum und am Bahnhof und den Schulen, sei gefragt. Weitere Wünsche waren Photovoltaik-Anlagen auch auf den Dächern der Altstadt zuzulassen, die Beibehaltung der Gastronomie am Stadttheater, mehr Nachmittagsbetreuung an den Schulen und zusätzliche Jugendsozialarbeiter.

Auch für eine sinnvolle Grünflächennutzung im Sinne eines "Urban Gardening" und für mehr Ladestationen für E-Autos wolle er eintreten. Schriftführerin Christina Schleicher überreichte Bumes einen Blumenstrauß und eine selbst gestrickte grüne Mütze. Deren vier Streifen stünden symbolisch für das angestrebte Ziel an Stadtratsplätzen von "vier plus", erklärte sie.

Die Arbeit im Landtag mache ihr Spaß, versicherte Anna Toman und sprach davon, dass sie "unglaublich viel Unterstützung" erfahren habe. Sie erzählte, dass sie eine Nachtschicht bei der Polizeiinspektion in Amberg verbracht habe. Das sei sehr lehrreich gewesen. Ihre Arbeit im Bildungsausschuss und im Ausschuss für den öffentlichen Dienst sei von vielen interessanten Diskussionen geprägt.

Bei der Diskussion wurde die mangelnde Vorbereitung auf das Berufsleben durch die Schulen kritisiert. Man wünsche sich mehr Kreativität und Flexibilität bei Projekten und in Gruppenarbeit.

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