05.08.2018 - 12:46 Uhr
AmbergOberpfalz

Wie aus heiterem Himmel

Mit einem entspannenden Einstieg ins Wochenende wird es am frühen Freitagabend für die Aktiven der Amberger Feuerwehr nichts. Die Alarmierung läuft um 18.11 Uhr auf. Dann geht es rund.

Südwestlich der Kernstadt, im Bereich rund um das Hockermühlbad, richten Windböen die größten Schäden durch herabbrechende Äste an. Menschen kommen nicht zu Schaden, lautet die erfreulichste Seite der Einsatzbilanz der Feuerwehr für den frühen Freitagabend.

Amberg. (exb/zm) "Die Hitzegewitter als Schattenseiten des Hochsommerwetters treffen die mittlere Oberpfalz derzeit häufiger", stellt in einer Pressemitteilung Hauptfeuerwehrmann Christoph Tresch fest. Amberg sei im Gegensatz zu umliegenden Gemeinden bisher zwar nicht stärker betroffen gewesen, doch am Freitagabend habe sich "gegen 18 Uhr eine Starkregenzelle direkt über dem Stadtgebiet" entwickelt. "Diese entlud sich mit massivem Niederschlag und heftigen Windböen."

Vor diesem Hintergrund hat die Integrierte Rettungsleitstelle (ILS) um 18.11 Uhr die Amberger Wehr mit der Meldung "Mehrere Unwettereinsätze im Stadtgebiet" alarmiert. In den meisten Fällen waren laut der Einsatzprotokolle umgestürzte oder angeknackste und deshalb zu fallen drohende Bäume und Äste von Straßen und Gehwegen zu entfernt.

An diesen Einsatzstellen, die sich nach Feuerwehrangabe vor allem im Bereich der Oberen Hockermühle konzentrierten, waren die Bäume oder Äste teilweise auch auf Gebäude und Autos gefallen. Im Hockermühlbad mussten mehrere Bäume beseitigt und ein großer Ast aus dem Sprungbecken entfernt werden. Vor dem Freibad hatte sich die Straße offenbar aufgrund einer Unterspülung stark gewölbt.

Der Bereich wurde abgesperrt, um eine Gefährdung von Fahrzeugen und Fußgängern auszuschließen. Auch am Kaiser-Wilhelm-Ring entstand durch den starken Regen eine Verkehrsgefährdung. Ein massiver Kanaldeckel wurde durch die Überlastung des Systems aus der Fahrbahn gehoben. "Ein vorbeikommender Verkehrsteilnehmer sicherte die Stelle vorbildlich bis zum Eintreffen der Feuerwehr ab", loben die Einsatzkräfte diesen Passanten.

Wegen des starken Regens seien auch mehrere Keller vollgelaufen. In der Georgenstraße habe es beispielsweise ein Wohn- und Geschäftshaus erwischt, über 50 Zentimeter tief sei es an der Sohle unter Wasser gestanden. Tauchpumpen hätten "die gröbsten Wasserschäden" beseitigt.

Bis nach 21 Uhr, so die abschließende Einsatzbilanz, mussten im Stadtgebiet insgesamt 20 Einsatzstellen abgearbeitet werden. Die Kräfte waren mit insgesamt elf Fahrzeugen und 35 Mann im Einsatz.

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