Amberg
03.09.2021 - 16:44 Uhr

Hilfe für Menschen mit chronischen Erkrankungen

Die Kursleiterinnen und Kursleiter wurden an der Medizinischen Hochschule Hannover geschult. Von links: Dr. Gabriele Seidel (Medizinische Hochschule Hannover), Kerstin Bauer (Standortkoordinatorin, Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Amberg), Cornelia Lochner, Sabine Graf, Tim Bruns (alle ehrenamtliche Kursleiter in Amberg) und Dr. Marie-Luise Dierks (Medizinische Hochschule Hannover). Bild: Carolin Schwarz/exb
Die Kursleiterinnen und Kursleiter wurden an der Medizinischen Hochschule Hannover geschult. Von links: Dr. Gabriele Seidel (Medizinische Hochschule Hannover), Kerstin Bauer (Standortkoordinatorin, Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Amberg), Cornelia Lochner, Sabine Graf, Tim Bruns (alle ehrenamtliche Kursleiter in Amberg) und Dr. Marie-Luise Dierks (Medizinische Hochschule Hannover).

Das Leben mit einer chronischen Erkrankung ist nicht einfach und erfordert von den Betroffenen und ihren Angehörigen häufig Veränderungen im Alltag, heißt es in einer Pressemitteilung. Das bedeutet, dass sich die Menschen aktiv um ihre Gesundheit kümmern müssen. Sie üben, so weit wie möglich, ihre normalen Aktivitäten aus und lernen mit körperlichen und emotionalen Höhen und Tiefen umzugehen. Laut der Presseinfo könnte ein Selbstmanagement-Kurs sie hierbei unterstützen.

Deshalb gebe es eine Initiative für Selbstmanagement und aktives Leben: INSEA. Das Programm wurde an der Universität Stanford entwickelt. Die Umsetzung in Deutschland wird ermöglicht durch die Robert-Bosch-Stiftung und Barmer, die bayernweite Koordination des Projektes liegt bei SeKo Bayern.

Die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen bei der Stadt Amberg startet am Samstag, 11. September, mit einem ersten solchen Kurs in der Region. Teilnehmen können alle Menschen mit chronischer Erkrankung, deren Angehörige und Freunde. Das Angebot ist kostenlos.

Der Kurs unterstütze die Teilnehmer, ihre Lebensqualität bei chronischer Krankheit zu verbessern, ihren Alltag und ihre Medikamenteneinnahme gut zu organisieren, sich ausgewogen zu ernähren und körperlich aktiv zu sein. Sie würden Wege und Methoden kennenlernen, aktiv mit der Erkrankung umzugehen. Kursthemen sind beispielsweise der individuelle Umgang mit Schmerzen, die Vorbereitung auf Arztbesuche, Entspannungsübungen, ausgewogene und gesunde Ernährung sowie Bewegung. Außerdem sollen die Teilnehmer lernen, sich selbst zu motivieren, Ziele zu setzen und Handlungspläne zu erstellen.

Geleitet werden die Gruppen von an der medizinischen Hochschule Hannover ausgebildeten Kursleitungen (immer zwei im Tandem). Mindestens eine dieser Personen ist direkt oder indirekt von einer chronischen Erkrankung betroffen.

Kerstin Bauer, Leiterin der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen der Stadt Amberg, freut sich, dieses Angebot als Brücke zur Selbsthilfe anbieten zu können. „Neben den fundierten Inhalten können die Betroffenen vom Austausch untereinander profitieren und die Wirkung der Selbsthilfe erfahren.“ Bei einem siebten Kurstermin werden die Teilnehmenden zudem über die regionale Selbsthilfe informiert.

Die Kurstermine:

INSEA-Kurs 1: Sieben mal samstags von 9.30 bis 12 Uhr: 11. September, 18. September, 25. September, 2. Oktober, 9. Oktober, 16. Oktober, 23. Oktober. Leitung: Kerstin Bauer, Cornelia Lochner. Ort und Treffpunkt (barrierefrei): Pfarrheim Hl. Dreifaltigkeit, Dreifaltigkeitsstraße 9 in Amberg

INSEA-Kurs 2: Sieben mal mittwochs von 9.30 bis 12 Uhr: 3. November, 10. November, 17. November, 24. November, 1. Dezember, 8. Dezember, 15. Dezember. Leitung: Kerstin Bauer, Sabine Graf. Ort und Treffpunkt (barrierefrei): Rathaus, Marktplatz 11 in Amberg.

Anmeldung jeweils bei Kerstin Bauer, 096 21/10 13 99, kerstin.bauer[at]amberg[dot]de.

 
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