31.07.2020 - 17:00 Uhr
AmbergOberpfalz

Hilfe ist nicht selbstverständlich

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Im Notfall ist es für Betroffene selbstverständlich, dass Rettungskräfte zur Stelle sind. Das ist gut so. Aber selbstverständlich ist es keineswegs, meint Redakteurin Heike Unger.

Einsatz mit schwerem Atemschutz (Symbolbild): Für die Ehrenamtlichen der Feuerwehr ist das Schwerstarbeit. Und die ist nicht selbstverständlich.
von Heike Unger Kontakt Profil
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Wer die schnelle Hilfe für selbstverständlich hält, der irrt. Schließlich sind es gerade bei Einsatzkräften wie der Feuerwehr Freiwillige, die ihre Zeit für andere opfern - und das nicht nur nachmittags, sondern auch mitten in der Nacht. Oder an Weihnachten.

Im Einsatz: Anpfiff und Kaffee für die Feuerwehr

Sulzbach-Rosenberg

Nicht selten setzen diese Ehrenamtlichen sogar ihr Leben aufs Spiel. Abgesehen von unzähligen, ebenfalls gratis geleisteten Übungsstunden, die sie für ihren unbezahlten Job brauchen. Daran sollten jene denken, die sich aufregen, weil sie nicht durchkommen, wenn ihnen ein Feuerwehrauto oder Rettungswagen den Weg versperrt. Oder wenn sich, wie gerade bei einem Brand in Rosenberg geschehen, erschöpfte Atemschutzträger kurz im Hof eines Nachbarn ausruhen. Der Hausherr scheuchte sie davon. Ob er das wohl auch tun würde, wenn er selbst Hilfe brauchen würde?

Glücklicherweise haben die Feuerwehrleute in Rosenberg auch das Gegenteil erlebt: Einen anderen Nachbarn, der für sie sogar Bänke aufstellte und Getränke verteilte. Weitere Anlieger haben sich die Mühe gemacht, ihren Unmut über den "Rauswurf" der Atemschutzträger in einem Brief an die Redaktion auszudrücken. Und sich dabei auch bei den Rettern zu bedanken. Eigentlich ist es doch ganz einfach, oder? Ein Platz zum Durchschnaufen, ein Schluck Wasser und ein Dankeschön.

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