14.01.2020 - 16:24 Uhr
AmbergOberpfalz

Mit Hilfestellung in die berufliche Zukunft

In gut einem Jahr steht für sie das Abitur an. Und was dann? Zum 12. Mal fand im ACC der Tag zur Berufs- und Studienorientierung statt. Eine gute Gelegenheit für die Amberg-Sulzbacher Elftklässler, ihre beruflichen Möglichkeiten auszuloten.

Die bayerische Polizei war beim Tag zur Berufs- und Studienorientierung mit einem Stand dabei.
von Florian Bindl Kontakt Profil

Rund 500 Schüler, zahlreiche Messestände, verschiedene Workshops. Und an jeder Ecke liegt eine Chance, den späteren Arbeitgeber oder einen spannenden Studiengang kennenzulernen. Im P-Seminar-Unterricht bereiteten die fünf Amberg-Sulzbacher Gymnasien ihre Elftklässler auf den Tag zur Berufs- und Studienorientierung, kurz BuS-Tag, vor. Als Veranstaltungsort diente erneut das Amberger Kongresszentrum.

Nicht zu verwechseln ist der BuS-Tag mit der Ausbildungsmesse der Wirtschaftsjunioren. Letztere richtet sich primär an Schüler, die an klassischen Ausbildungsberufen interessiert sind. Der BuS-Tag hingegen ist den 11. Klassen der Gymnasien aus der Region vorbehalten. Im Vordergrund stehen deshalb eher Berufe für Akademiker oder duale Studiengänge. Offizieller Ausrichter war in diesem Jahr das Sulzbach-Rosenberger Herzog-Christian-August-Gymnasium (HCA).

Der Schulleiter des Herzog-Christian-August-Gymnasiums, Dieter Meyer.

Der Schulleiter des HCA, Dieter Meyer, freute sich über die Neuauflage der Veranstaltung, lobte insbesondere die Zusammenarbeit der fünf Schulen. „Gemeinsame Initiative macht stark. Ein einzelnes Gymnasium könnte so etwas gar nicht stemmen.“ 26 Vorträge und 21 Informationsstände bot der BuS-Tag 2020. „Eine Fülle an Fachkompetenz“ sei an einem Ort versammelt, sagt Meyer. „Die Wege sind kurz und es gibt direkte Ansprechpartner.“ Eine gewisse Auswahl sei ungemein wichtig, findet der Ministerialbeauftragte der Oberpfälzer Gymnasien, Franz Xaver Huber. „Das Wichtigste“, betont er, „ist, dass bei der Berufswahl das Herz mitentscheidet.“

Längst nicht alle Schüler haben bereits eine klare Vorstellung, in welche Richtung sie sich nach dem Abitur wenden möchten. „Es gibt zwar unzählig viele Möglichkeiten, manche Schüler sind dadurch aber eher verunsichert“, erkennt Tobias Gradl. Er beriet die Schüler am Stand der Agentur für Arbeit. Und was sagen die Schüler? Hilft ihnen der BuS-Tag, den richtigen beruflichen Weg einzuschlagen? Raffael Dietrich vom HCA weiß, dass seine Stärken die Naturwissenschaften sind. „In den Fächern bin ich gut und die Themen interessieren mich.“ Ob er in diesem Bereich auch arbeiten will, das kann er noch nicht mit Bestimmtheit sagen. „Vielleicht studiere ich Architektur“, entschieden sei aber nichts.

Emily kann sich eine Ausbildung zur Physiotherapeutin vorstellen.

Emily und Marlene, beide vom HCA, sind schon einen kleinen Schritt weiter. „Mit Menschen arbeiten“ wollen sie in jedem Fall. Während Marlene sich ein Medizin- oder Pharmaziestudium vorstellen kann, möchte Emily zunächst eine Ausbildung machen, etwa zur Physiotherapeutin. „Danach kann ich immer noch studieren“, sagt die Elftklässlerin. Von den Vorträgen erhoffen sich die beiden mehr Klarheit über ihr angestrebtes Berufsbild.

Die Wahl des passenden Jobs prägt schließlich das Leben. Franz Xaver Huber hatte dazu ein Zitat von Friedrich Schiller parat: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet.“ Das gelte nicht nur für die Partnerwahl, sondern auch für den Job. Aber: Passiert es doch einmal, dass man den falschen Beruf wählt, sei nicht gleich alles verloren. „Ihr müsst nur flexibel bleiben.“

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