Malteserplatz
"Dieser Platz war der von Jugendlichen meistaufgesuchte Ort in der Innenstadt", heißt es in Mantwills Bericht, der jetzt im Jugendhilfeausschuss des Stadtrates vorgestellt wurde. "In den Abendstunden lösten sich die Treffen nach und nach auf. Extrem laute Situationen wurden nicht wahrgenommen, während die Vermüllung dort verhältnismäßig stark ist." Die Jugendsuchtberaterin von der Caritas habe mitbekommen, dass zwei Jugendgruppen am Malteserplatz ihre internen Konflikte austragen und dabei auch Gewalt androhen. Zu konkreten Taten sei es aber nicht gekommen.
Maltesergarten
Im Maltesergarten trafen sich Jugendliche vor allem in den Nachmittags- und Abendstunden, hauptsächlich in kleinen Gruppen. "Insgesamt wirkte es sehr ruhig", berichtet Mantwill. Als sie einmal den Kontakt suchte, sei dies von einer "aggressiv angehauchten Gruppe, die vorwiegend aus jungen Erwachsenen bestand" abgelehnt worden. Der Grund lag wohl in der kirchenfeindlichen Haltung dieser Gruppe - Mantwills Arbeitgeber, die Caritas, ist ja eine Einrichtung, die zur katholischen Kirche gehört.
Stadtgraben
Im Stadtgraben fanden dem Bericht der Konfliktmanagerin nach kaum Kontakte statt. Die größte Gruppe stellte eine Ansammlung altersmäßig gemischter Personen auf einem Privatgelände dar. "Sie erzählten von einer Abmachung mit der Wirtin der Wirtschaft nebenan, der zufolge sie den Platz sauber halten und dafür dort Alkohol trinken dürfen." Die Gruppe sei später öfter am Bahnhof und an der Kräuterwiese anzutreffen gewesen, weil ihnen der alte Platz "zu langweilig" geworden sei.
Skatepark
Der Skatepark war tagsüber meist von einer Gruppe junger Erwachsener besucht, die laut eigener Aussagen für Ordnung und Sauberkeit sorgten. Verschmutzung und Vandalismus geschähen nachts, wenn sie nicht da seien, und zwar von Nicht-Skatern. Die jungen Leute hätten in Eigeninitiative Bänke und Mülleimer aufgestellt, später seien diese wohl von der Stadt wieder entfernt worden. Besonders positiv: "Einer der Gesprächspartner hat sich als Spielplatzpate beworben, um mehr für den Skatepark tun zu können."
Spielplatz Haager Weg
Auch am Spielplatz Haager Weg gab es Gespräche mit Jugendlichen, wenn auch nur wenige. Die Heranwachsenden hätten sich mehr Mülleimer gewünscht, um den Platz sauber halten zu können.
Fazit
Benjamin Treffert, der Leiter der Fachambulanz für Suchtprobleme der Caritas, hielt das Pilotprojekt zwischen Stadt und Caritas für gelungen. Bemerkenswert sei, dass sich Wünsche und Anliegen von Jugendlichen und Anwohnern oft decken. So werde häufig angeregt, mehr Sitzgelegenheiten oder Mülleimer aufzustellen. Oberbürgermeister Michael Cerny sah die Arbeit von Olivia Mantwill sehr positiv. Er hoffe auf entsprechendes Feedback, damit die Zusammenarbeit verstetigt werden kann.
Olivia Mantwill gab in ihrem Bericht zu bedenken, dass jedes Jahr neue "Generationen an Jugendlichen auftreten, die ihre Befindlichkeit entsprechend unterschiedlich ausleben und einen anderen Umgang benötigen". Die Präsenz der Konfliktmanagerin möge in diesem Jahr ein paar Wogen geglättet haben, könne jedoch nicht als einzige und in diesem Umfang ausreichende Maßnahme für eine ruhige Saison herangezogen werden. "Aussagen über das kommende Jahr sind unmöglich zu treffen. Es sollten genügend Vorbereitungsmaßnahmen getroffen werden."














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.